Solarmodule auf einem geneigten Ziegeldach neben einem Schornstein

PV-Anlage mit 4 kWp: Kosten, Ertrag und Speicher 2026

Jens Burkhardt
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Aktualisiert: 10. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Eine PV-Anlage mit 4 kWp kostet schlüsselfertig 9.900 € , mit einem 4-kWh-Stromspeicher 11.800 € . Sie erzeugt rund 3.860 kWh Solarstrom im Jahr und braucht dafür nur 9 Module auf etwa 20 m² Dachfläche.

Kleine Dachflächen begrenzen die mögliche Leistung, während Planung und Montage auch bei 4 kWp feste Kosten verursachen. Deshalb lohnt der Vergleich mit einer größeren Belegung, sofern das Dach sie zulässt.

Das Wichtigste in Kürze
  • Preis mit Speicher: 11.800 € im Schnitt, ohne Speicher 9.900 €
  • Preis pro kWp: 2.478 € und damit der höchste Kilowattpreis der ganzen Reihe
  • Wirtschaftlichkeit: im Modell mit 4.500 kWh Verbrauch und 4-kWh-Speicher 14,0 Jahre Amortisation, 5,0 % Rendite
  • Jahresertrag: 3.860 kWh, das entspricht 11 kWh pro Tag im Mittel
  • Autarkie: 48 % mit 4-kWh-Speicher, 28 % ohne Speicher
  • Platzbedarf: 9 Module mit je 470 Wp auf rund 20 m² Dachfläche

Was kostet eine PV-Anlage mit 4 kWp?

Eine schlüsselfertige 4-kWp-Anlage mit 4-kWh-Speicher kostet 11.800 € im Durchschnitt, ohne Speicher 9.900 € . Die modellierten Preisschwellen für günstige und teure Angebote mit Speicher liegen bei 10.000 € und 13.900 € .

Mit 2.478 € pro Kilowatt-Peak ist die 4-kWp-Anlage die teuerste Größe der gesamten Reihe. Gerüst, Anfahrt, Zählerschrank, Planung und Netzanmeldung kosten fast dasselbe wie bei einer doppelt so großen Anlage, verteilen sich hier aber auf neun Module.

Der Schritt auf 5 kWp senkt den spezifischen Preis auf 2.259 € und kostet im Modell rund 1.340 Euro mehr. Eine größere Belegung sollte deshalb als Angebotsalternative geprüft werden. Die Preise sind Modellwerte aus dem Echtsolar-Kostenindex mit Angebotsdaten bis September 2026, keine Preiszusage für ein einzelnes Dach.

Der Stromspeicher schlägt mit rund 1.800 € zu Buche, also 461 € pro Kilowattstunde Kapazität.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Die Angebotspreise sind 2026 wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Index +10,9 % , nach einem Tiefpunkt im April 2026. Der Index zeigt die Preisänderung, belegt aber nicht deren Ursachen. Modulbeschaffung, Logistik und Nachfrage können sich unterschiedlich auswirken; aus der geplanten EEG-Novelle folgt keine sichere Kaufdeadline.

Was kostet der laufende Betrieb?

Der Betrieb kostet 215 € pro Jahr mit Speicher, ohne Speicher 140 €. Darin stecken Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und die Rücklage für den späteren Ersatz von Wechselrichter und Speicher.

Für die PV-bezogene Messkostenannahme setzen wir 25 Euro im Jahr an. Nach §§ 29 und 30 MsbG liegen die Leistungsgrenzen bei mehr als 7, 15 und 25 kW. Die Beträge für intelligentes Messsystem und Steuerung sind Preisobergrenzen bei entsprechender Ausstattung, keine sofortige Pflichtpauschale. Hoher Netzbezug oder steuerbare Verbraucher können einen anderen Einbaufall auslösen.

Wie sich der Anlagenpreis auf die einzelnen Komponenten verteilt, zeigt die Kostenaufschlüsselung unserer 10-kWp-Referenzanlage.

Lohnt sich eine PV-Anlage mit 4 kWp?

Im Modellfall ja. Bei 4.500 kWh Jahresverbrauch amortisiert sich die Anlage mit 4-kWh-Speicher nach 14,0 Jahren bei 5,0 Prozent nominaler Rendite und rund 9.700 Euro Gewinn über 25 Jahre. Ohne Speicher sind es 17,6 Jahre und 3,1 Prozent.

Gerechnet mit 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 965 kWh/kWp, 37 ct/kWh Strompreis und 2 Prozent jährlichem Anstieg, 0,5 Prozent Moduldegradation, 25 Jahren und Eigenkapital. Speicher: 20 Prozent Umwandlungsverlust und 1 Prozent Kapazitätsverlust pro Jahr. Geräteersatz nach 15 Jahren zu 50 Prozent des angesetzten Kaufpreises; keine zusätzlichen Rücklagen im Cashflow. Die Betriebskosten oben enthalten dagegen Rücklagen. Normierter Januarstart mit manuell 252 Monaten EEG zu 7,70 ct/kWh, danach 4 ct/kWh als ungesicherte Annahme. Keine reale Januar-2026-Inbetriebnahme und keine Simulation negativer Börsenpreise, Abregelung oder individueller Wärmepumpen-/Ladeprofile.

FallInvestitionAmortisationRendite (IRR)Gewinn 25 Jahre
ohne Speicher 9.900 € 17,6 Jahre3,1 %4.562 €
mit 4-kWh-Speicher 11.800 € 14,0 Jahre5,0 %9.700 €

Die Speichergröße ist eine Vergleichsannahme, keine pauschale Empfehlung. Rendite bezeichnet den internen Zinsfuß (IRR); Gewinn ist der nominale Überschuss nach Investition, laufenden Kosten und Ersatzkäufen. Ein günstigerer Stromtarif oder weniger Eigenverbrauch kann das Ergebnis verschlechtern. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung muss deshalb mit dem konkreten Angebot und Verbrauchsprofil wiederholt werden.

Die Eigenverbrauchsquote zählt hier direkten Verbrauch plus Speicherladung, also einschließlich Speicherverlusten. Die Autarkie bezieht sich dagegen auf den tatsächlich gedeckten Haushaltsverbrauch nach diesen Verlusten.

Die verwendeten Vergütungssätze sind von der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 01.08. bis 31.12.2026 veröffentlicht. Oberhalb von 10 kWp wird der Satz nach Leistungsanteilen gewichtet; Sonderregeln wie vergütungsfreie Zeiten sind in der Modellrechnung nicht abgebildet.

Wie viel Strom erzeugt eine 4-kWp-Anlage?

Eine 4-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland rund 3.860 kWh Solarstrom pro Jahr, im Mittel also 11 kWh am Tag. Grundlage ist die Rechenannahme von 965 kWh/kWp aus der in unseren Faktenstandards dokumentierten SFV-Auswertung 2011–2025. Das ist keine Ertragsgarantie für ein einzelnes Dach.

Mit beispielhaft 770–1.060 kWh/kWp ergeben sich 3.080–4.240 kWh im Jahr. Das ist eine Rechenspanne, keine feste Unter- oder Obergrenze. Standort, Neigung und Verschattung können zu anderen Ergebnissen führen.

Die folgende Rechenreihe verwendet die dokumentierten Monatsmittel 2023–2025 mit insgesamt 3.704 kWh. Der Jahresrichtwert 3.860 kWh stammt aus dem längeren Zeitraum 2011–2025; die Datenbasen sind verschieden.

MonatErtragMonatErtrag
Januar92 kWhJuli480 kWh
Februar168 kWhAugust464 kWh
März312 kWhSeptember364 kWh
April416 kWhOktober200 kWh
Mai508 kWhNovember100 kWh
Juni532 kWhDezember68 kWh

Die drei Wintermonate Dezember bis Februar ergeben in der Monatsreihe 328 kWh, rund 9 Prozent ihrer Jahressumme von 3.704 kWh. Die Monatsreihe nutzt 2023–2025, der Jahresrichtwert oben 2011–2025. Das Verhältnis Winter zu Sommer liegt bei etwa 1 zu 4,5.

Eigenverbrauch und Autarkie mit 4 kWp

Ohne Speicher nutzt ein Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch 32 Prozent des erzeugten Stroms selbst und erreicht 28 Prozent Autarkie. Mit einem 4-kWh-Speicher steigen die Werte auf 61 Prozent Eigenverbrauch und 48 Prozent Autarkie.

Die Eigenverbrauchsquote liegt damit weit über der einer großen Anlage, der Autarkiegrad deutlich darunter. Beides folgt aus derselben Ursache: Die Anlage erzeugt insgesamt wenig, der selbst genutzte Anteil fällt dadurch höher aus. Auch im Speicherfall verbleibt ein Überschuss für die Einspeisung.

Speichergröße individuell prüfen. 4 kWh ist hier die Rechengröße, kein nachgewiesenes Optimum. Vergleichen Sie kleinere und größere Kapazitäten anhand der abendlichen Last, des nutzbaren Überschusses und des Mehrpreises.

Die Werte für den eigenen Verbrauch lassen sich im Eigenverbrauchsrechner nachrechnen.

Wie viel Dachfläche braucht eine 4-kWp-Anlage?

Für rund 4 kWp passen beispielsweise 9 Module mit je 470 Wp: Zusammen sind das 4,23 kWp. Die Berechnungen dieses Artikels verwenden die gerundete Vergleichsgröße 4 kWp. Sie belegen 18 m² Modulfläche, mit Randabständen und Belegungsverlusten sind rund 20 m² freie Dachfläche einzuplanen.

Das hier angenommene Modulformat von 1.762 × 1.134 mm entspricht rund 2,0 m²; konkrete Produkte können abweichen. Als Faustregel gilt auf dem Schrägdach 0,2 kWp pro Quadratmeter Dachfläche. Mit beispielhaft 450 Wp ergeben 9 Module 4,05 kWp; 10 Module à 400 Wp ergeben 4,00 kWp. An rechtlichen Leistungsgrenzen zählt die tatsächliche Summe der Modulnennleistungen. Mehr dazu unter kWp pro m².

Für ein Flachdach ergeben die groben Planungswerte unseres Flachdachrechners etwa 40–60 m² bei Süd-Aufständerung und 28–40 m² bei Ost-West. Das ersetzt keinen Belegungsplan mit Reihenabständen, Randzonen und Statik.

4 kWp oder Balkonkraftwerk?

Eine fest angeschlossene 4-kWp-Dachanlage und ein Steckersolargerät unterscheiden sich in Anschluss, Leistung und Planung. Für die vereinfachten Regeln des § 8 Abs. 5a EEG gelten insgesamt höchstens 2 kWp Modulleistung und 800 VA Wechselrichterleistung hinter derselben Entnahmestelle, bei Zuordnung zur unentgeltlichen Abnahme.

Ein Steckersolargerät braucht wenig Fläche und kann Grundlast abdecken. Sichere Befestigung, geeigneter Anschluss und die Registrierung im Marktstammdatenregister bleiben nötig. Ertrag und Wirtschaftlichkeit hängen von Ausrichtung, Verschattung, Kaufpreis und zeitgleichem Verbrauch ab.

Eine Dachanlage bietet mehr Erzeugung und kann vergütet einspeisen, erfordert aber eine entsprechende Elektroinstallation. Ob sie sich besser rechnet, ergibt sich aus dem konkreten Angebot. Für Mieter kommen je nach Gebäude auch Mieterstrom oder gemeinschaftliche Gebäudeversorgung infrage.

Für wen passt eine Anlage mit 4 kWp?

4 kWp passt zum Ein- oder Zweipersonenhaushalt mit 2.000 bis 3.000 kWh Jahresverbrauch und zu Dächern, auf denen nach Abzug von Gauben, Dachfenstern und Schornsteinen nur rund 20 m² zusammenhängende Fläche übrig bleiben.

Ist mehr geeignete Dachfläche vorhanden, lohnt ein Vergleich mit einer größeren Anlage. Der spezifische Preis sinkt mit jedem zusätzlichen Kilowatt-Peak, die Einspeisevergütung ist bis 10 kWp identisch, und eine geplante Wärmepumpe oder ein E-Auto kann den zusätzlichen Solarstrom nutzbar machen. Ob sich mehr Leistung lohnt, hängt auch vom zeitlichen Verbrauch ab. Eine spätere Erweiterung kann durch erneutes Gerüst, Anfahrt oder Umbauten teurer werden.

Welche Anlagengröße zu welchem Verbrauch passt, zeigt der Vergleich der Größen für Einfamilienhäuser.

Der nächste Schritt: Angebote für 4 kWp einholen

Eine 4-kWp-Anlage mit 4-kWh-Speicher kostet im Schnitt 11.800 € . Im beschriebenen Modellfall mit 4.500 kWh Jahresverbrauch ergeben sich 14,0 Jahre Amortisation. Ob das zu Ihrem Dach passt, hängt vom konkreten Angebot, dem Ertrag und dem Verbrauchsprofil ab.

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Lassen Sie sich dabei ruhig auch die nächstgrößere Anlage mit anbieten. Zwischen 4 und 6 kWp liegen oft nur wenige tausend Euro, aber ein spürbarer Unterschied in der Rendite.