Häuser mit Photovoltaikmodulen auf den Dächern

Photovoltaik-Rendite 2026: 3,3 bis 7,1 Prozent, je nach Anlage

Jens Burkhardt
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Aktualisiert: 10. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Die Photovoltaik-Rendite liegt im Referenzfall mit 10 kWp und 10 kWh Speicher bei 5,2 Prozent pro Jahr, ohne Speicher bei 3,3 Prozent. Bei günstigem Einkauf erreicht der Speicherfall 7,1 Prozent, beim teuren Preisansatz 3,5 Prozent. Die Werte sind berechnete interne Zinsfüße über 25 Jahre, keine garantierten Zinsen.

Bei steuerlich begünstigten Hausanlagen fällt auf die PV-Einnahmen keine Einkommensteuer an. Die Befreiung gilt bereits seit 2022, hat aber Voraussetzungen. Die vollständigen Annahmen zu Ertrag, Preisen und Ersatzkäufen stehen unter Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaik-Anlage.

Das Wichtigste in Kürze
  • Aktuelle Rendite: 5,2 % pro Jahr mit Speicher, 3,3 % ohne Speicher
  • Spanne: 3,3 bis 7,1 % je nach Angebotspreis, bei identischer Technik
  • Steuerfrei: begünstigte PV-Einnahmen seit 2022, Nullsteuersatz beim Kauf unter eigenen Voraussetzungen
  • Im Vergleich: Risiko und Kapitalbindung mitbewerten, nicht nur die Prozentzahl
  • Rechenweg: einfache Jahresrendite oder interner Zinsfuß, beide Werte unterscheiden sich deutlich
  • Größter Hebel: der Angebotspreis, gefolgt vom eigenen Stromverbrauch

Rechenbasis: Angebotsdaten bis September 2026, 10 kWp und 10 kWh Speicher, sofern nicht anders angegeben; 4.500 kWh Verbrauch, 965 kWh/kWp, 37 ct/kWh mit 2 Prozent jährlicher Steigerung, 25 Jahre. Normierter Januarstart mit manuell angesetztem EEG-Satz aus August bis Dezember 2026, 252 Monate; danach 4 ct/kWh als ungesicherte Annahme. Betrieb, Alterung und Ersatzkäufe sind enthalten. Die vollständigen Modellannahmen erläutern auch Verluste und nicht simulierte Einspeisebegrenzungen.

Wie hoch ist die Rendite einer Photovoltaik-Anlage?

Die Rendite einer 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher liegt bei 5,2 Prozent pro Jahr, gerechnet als interner Zinsfuß über 25 Jahre. Ohne Speicher sind es 3,3 Prozent, weil ein größerer Teil des Stroms für 7,70 ct/kWh ins Netz geht, statt Netzstrom für 37,0 ct/kWh zu ersetzen.

Die Spanne nach Angebotspreis ist größer als der Unterschied zwischen den Anlagenvarianten. Die Preiskategorien stammen aus dem Echtsolar-Kostenindex, der laufend reale Angebote deutscher Fachbetriebe auswertet.

AngebotPreis 10 kWp + 10 kWhRendite pro JahrÜberschuss 25 Jahre
günstig ( 1.450 € /kWp)17.800 €7,1 %21.253 €
durchschnittlich ( 1.695 € /kWp)21.059 €5,2 %17.591 €
teuer ( 1.980 € /kWp)24.900 €3,5 %12.939 €

Zwischen den beiden Preisfällen liegen 3,6 Prozentpunkte. Verglichen werden dieselbe Leistung und derselbe modellierte Ertrag. Im Einzelfall wirken auch Dach, Verschattung, Verbraucher und der Umfang des Angebots auf die Rendite.

Warum die PV-Rendite eine Nettorendite ist

Einnahmen und Entnahmen begünstigter Hausanlagen sind seit 2022 einkommensteuerfrei. Für nach dem 31.12.2024 angeschaffte, in Betrieb genommene oder erweiterte Anlagen gelten bis einschließlich 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kWp je Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft. Die BMF-Anwendungshinweise erläutern die Voraussetzungen. Der seit 2023 geltende Nullsteuersatz beim Kauf ist davon getrennt nach § 12 Abs. 3 UStG zu prüfen.

Kapitalerträge werden nicht pauschal immer mit demselben Satz belastet. Beispielsweise ergeben hypothetische 3 Prozent Zinsen nach 25 Prozent Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag rund 2,21 Prozent, sofern keine Kirchensteuer anfällt und der Sparer-Pauschbetrag bereits ausgeschöpft ist. Freibeträge und die persönliche Besteuerung können das Ergebnis verändern; bei Fonds kommen weitere Regeln hinzu (§ 20 EStG, § 32d EStG).

Registrierung bleibt erforderlich: Die Einkommensteuerbefreiung ersetzt keine Anmeldung beim Netzbetreiber oder im Marktstammdatenregister. Neue Anlagen und Speicher sind grundsätzlich innerhalb eines Monats zu registrieren. Versäumnisse können Zahlungen und die Auszahlung der Förderung betreffen; ein pauschaler dauerhafter Verlust sämtlicher Vergütung folgt daraus nicht (Bundesnetzagentur).

Wie schlägt sich die PV-Rendite gegen andere Anlagen?

Eine modellierte PV-Rendite lässt sich nicht wie ein garantierter Sparzins behandeln. Die Geldanlage muss auch zur benötigten Verfügbarkeit und zum tragbaren Risiko passen.

AnlageformErtragKapitalbindung und Risiken
PV-Referenzanlage mit Speicher5,2 % modellierter IRRDachgebundene Investition; Ertrags-, Reparatur- und Strompreisrisiko
TagesgeldVariabler VertragszinsKurzfristig verfügbar; Zins kann sich ändern
FestgeldVereinbarter Zins für die LaufzeitWährend der Laufzeit meist gebunden; Bank- und Sicherungsbedingungen prüfen
AnleihenAbhängig von Kaufpreis, Kupon und RückzahlungBonitätsrisiko; Kursrisiko beim Verkauf vor Fälligkeit
Aktien oder AktienfondsUngewisse Kursentwicklung und AusschüttungenKursschwankungen und Verlustrisiko; historische Rendite ist keine Prognose

Eine PV-Anlage kann laufende Ausgaben senken, lässt sich aber nicht wie ein Wertpapier stückweise verkaufen. Tagesgeld und Wertpapiere unterliegen außerdem unterschiedlichen Schutzregeln; die BaFin erläutert Einlagensicherung und Anlegerentschädigung. Die Tabelle enthält bewusst keine kurzfristigen Werbezinsen als vermeintlichen 25-Jahres-Vergleich.

Wie wird die Rendite berechnet?

Es gibt zwei gängige Rechenwege, die für dieselbe Anlage unterschiedliche Zahlen liefern. Beide sind richtig, sie messen nur Verschiedenes.

Einfache Jahresrendite = Gesamtgewinn ÷ Investition ÷ Laufzeit in Jahren

Ein bewilligter Zuschuss reduziert den selbst getragenen Investitionsbetrag. Er darf nicht zusätzlich als Anschaffungskosten angesetzt werden. Die Referenzrechnung enthält keine Förderung; mögliche Programme stehen unter Photovoltaik-Förderung.

Beispiel: 10 kWp mit 10-kWh-Speicher

Gesamtgewinn über 25 Jahre: 17.591 € Investition: 21.059 € Laufzeit: 25 Jahre

17.591 € ÷ 21.059 € ÷ 25 = 3,3 % pro Jahr

Derselbe Fall als interner Zinsfuß gerechnet: 5,2 % pro Jahr

Der interne Zinsfuß (IRR) ist der Zinssatz, bei dem die abgezinsten Rückflüsse genau die Anfangsinvestition decken. Er berücksichtigt die Zahlungszeitpunkte, ist aber kein garantiert ausgezahlter Jahreszins. Unterschiedliche Laufzeiten, Risiken und zusätzliche Einzahlungen müssen auch bei einem IRR-Vergleich separat betrachtet werden.

Der Kapitalwert der Referenzanlage beträgt bei 3 Prozent Abzinsung 5.674 €. Das ist der heutige Wert der modellierten Rückflüsse abzüglich Anschaffung, wenn künftige Zahlungen mit 3 Prozent pro Jahr diskontiert werden. Alle Kennzahlen liefert der Wirtschaftlichkeitsrechner; keine davon ersetzt die Prüfung der Annahmen.

Welche Faktoren die Rendite bestimmen

Der Angebotspreis beeinflusst die Rendite unmittelbar. Vor dem Kauf lassen sich außerdem Anlagen- und Speichergröße, Komponenten und der Leistungsumfang vergleichen. Das günstigste Angebot ist nur dann sinnvoll, wenn es fachlich vollständig ist.

Der nutzbare Eigenverbrauch ist ein weiterer Hebel. Bei 8.000 statt 4.500 kWh Jahresverbrauch steigt die Modellrendite auf 8,0 Prozent, bei 2.500 kWh fällt sie auf 2,1 Prozent. Diese Haushaltsmodellfälle sind keine Simulation eines bestimmten Wärmepumpen- oder E-Auto-Lastprofils.

Der tatsächliche Ertrag wirkt zusammen mit Ausrichtung, Neigung und Verschattung. Zwischen den Modellfällen mit 800 und 1.100 kWh/kWp liegen 4,2 beziehungsweise 6,0 Prozent Rendite. Ein regionaler Mittelwert ersetzt keine Prognose für das konkrete Dach; mehr dazu unter Photovoltaik-Ertrag.

Die Anlagengröße kann den Gesamtgewinn verbessern, ohne dass die Rendite im selben Maß steigt. Bei 30 kWp und weiterhin 10 kWh Speicher erreicht das Modell 5,1 Prozent Anlagenrendite gegenüber 5,2 Prozent bei 10 kWp. Zusätzliche Flächen sind nach ihren Mehrkosten und ihrem Ertrag zu bewerten.

Eine Finanzierung verringert den Überschuss um Zinsen. Bei 4 Prozent nominalem Kreditzins und zehn Jahren Laufzeit bleiben über 25 Jahre 15.328 € bei hälftiger und 13.065 € bei voller Finanzierung statt 17.591 € beim Barkauf. Die Anlagenrendite vor Finanzierung bleibt 5,2 Prozent. Die Eigenkapitalrendite bezieht die Raten auf den kleineren anfänglichen Eigenanteil; bei null Anfangseigenkapital zeigt der Rechner dafür keinen Prozentwert. Spätere Zuzahlungen sind dennoch nötig.

Wie sich die Rendite verbessern lässt

Drei Maßnahmen lassen sich vor dem Kauf prüfen. Mehrere Angebote vergleichen: Im Modell bringt der günstige statt des durchschnittlichen Preisansatzes rund 1,9 Prozentpunkte mehr Anlagenrendite. In echten Angeboten muss der Leistungsumfang vergleichbar bleiben.

Den Eigenverbrauch sinnvoll verschieben: Schon benötigter Strom für Haushalt oder Wallbox kann teilweise in sonnenreiche Stunden verlegt werden. Direkt verbrauchter PV-Strom vermeidet Netzbezug, dafür entfällt die Einspeisevergütung. Ob Steuerungskosten entstehen und wie weit sich der Eigenverbrauch steigern lässt, hängt von Geräten und Lastprofil ab.

Einen passenden Speicher prüfen: Der 10-kWh-Speicher erhöht im Referenzfall die Anlagenrendite von 3,3 auf 5,2 Prozent. Auch 5 kWh erreichen hier rund 5,1 Prozent bei geringerem Kapitaleinsatz. Eine allgemeine optimale Größe oder feste 12-kWh-Grenze folgt daraus nicht.

Die beiden Größen, die am stärksten auf die Rendite wirken, lassen sich einzeln durchrechnen: der Vergütungssatz im Einspeisevergütungs-Rechner und die laufenden Kosten im Betriebskosten-Rechner.

Wie lange es dauert, bis die Anlage bezahlt ist, steht unter Amortisation; ob sich darüber hinaus Geld verdienen lässt, unter Mit Photovoltaik Geld verdienen.

Was Ihre Anlage abwirft

Im Preisvergleich unterscheiden sich günstiger und teurer Modellfall um 3,6 Prozentpunkte Rendite und 8.314 € Überschuss über 25 Jahre. Wie groß der Unterschied für Ihr Dach ausfällt, zeigen erst vollständige Angebote mit vergleichbarem Leistungsumfang.

Dafür gibt es das Formular direkt unter diesem Artikel. Wenige Eckdaten reichen, die Anfrage ist in etwa einer Minute abgeschickt. Sie erhalten individuelle Angebote von bis zu fünf Fachbetrieben aus Ihrer Region, kostenlos und unverbindlich. Mit diesen Zahlen können Sie Ihre eigene Rendite ausrechnen, statt mit Durchschnittswerten zu planen.