Heimspeicher mit Messgeräten in einer beispielhaften Testumgebung

Stromspeicher Test: HTW-Ergebnisse im Vergleich (2026)

Jens Burkhardt
LESEDAUER: 7 MINUTEN
Aktualisiert: 6. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Im Stromspeicher-Test 2026 der HTW Berlin und aquu erreichen Fox ESS in der 10-kW-Klasse und SAX Power in der 5-kW-Klasse die höchsten SPI-Werte. Bewertet wurden konkrete Kombinationen aus Batterie und Leistungselektronik. Ein gutes Testergebnis gilt deshalb nicht automatisch für jedes Produkt derselben Marke.

Stromspeicher im interaktiven Datenvergleich

Die Tabelle zeigt die in der Echtsolar-Datenbank als aktiv geführten Speicherserien. Sie ist eine Datenblattauswahl, kein eigener Labortest und kein vollständiger, tagesaktueller Nachweis aller lieferbaren Produkte. Suche, Sortierung und Filter helfen bei der Vorauswahl; fehlende Angaben sind keine zugesicherten Eigenschaften.

20 Hersteller · 73 Serien · 378 SKUs
Vergleichstabelle Batteriespeicher — Kapazität, Leistung, Garantie
SpeicherKapazitätLeistungTechnikGarantieAbmessungenUmgebung
#
Hersteller
Bezeichnung
PDF
Nutzbar [kWh]
Modular
Laden [kW]
Entladen [kW]
η [%]
Chemie
Spannung
Topologie
Notstrom
Jahre
Zyklen
EOL [%]
Höhe [mm]
Breite [mm]
Tiefe [mm]
Gewicht [kg]
IP
1GoodWe
Lynx C 60kWhLynx C 60K
3 SKUs
PDF60,00 – 180,00Ja--95,0LiFePO4HVDC-gekoppeltJa105.000702.0501.1081.1121.030 – 2.974IP55
2Fenecon
Home 20
5 SKUs
PDF14,00 – 168,00Ja11,2 – 20,011,2 – 20,0-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa106.000701.120 – 2.550506401187 – 1.948IP55
3Fenecon
Home 30
5 SKUs
PDF14,00 – 168,00Ja11,2 – 29,911,2 – 29,9-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa106.000701.120 – 2.550506401187 – 1.948IP55
4Fenecon
Home 10
5 SKUs
PDF11,20 – 156,80Ja7,2 – 10,07,2 – 10,0-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa106.00070977 – 2.407506401157 – 1.828IP55
5Fenecon
Home 15
5 SKUs
PDF11,20 – 156,80Ja7,2 – 15,07,2 – 15,0-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa106.00070977 – 2.407506401157 – 1.828IP55
6GoodWe
Lynx C
4 SKUs
PDF101,38 – 156,67Ja42,2 – 65,342,2 – 65,3-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa10k.A.701.650 – 2.0651.1557301.120 – 1.650IP21
7Tesla
Powerwall 3 (1-phasig)Powerwall 3
4 SKUs
PDF13,50 – 54,00Ja4,64,6-LiFePO4LVDC-gekoppeltJa10k.A.801.105609193130 – 486IP55
8Tesla
Powerwall 3P (3-phasig)Powerwall 3P
4 SKUs
PDF13,50 – 54,00Ja5,0 – 8,011,5-LiFePO4LVDC-gekoppeltJa10k.A.801.105609193138 – 494IP55
9sonnen
sonnenBatterie 10 performance10 performance
5 SKUs
PDF10,00 – 50,00Ja7,0 – 9,97,0 – 9,995,9LiFePO4LVAC-gekoppeltJa1010.000801.840690360165 – 535IP30
10sonnen
sonnenBatterie 10 performance+10 performance+
5 SKUs
PDF10,00 – 50,00Ja7,0 – 12,07,0 – 12,095,9LiFePO4LVAC-gekoppeltJa1010.000801.840690360166 – 536IP30
11Growatt
AXE 5.0L
10 SKUs
PDF4,60 – 46,00Ja3,0 – 6,03,0 – 6,0-LiFePO4LVDC-gekoppeltNein10k.A.k.A.165 – 1.42565035042 – 402IP20
12FoxESS
EQ5000-P
8 SKUs
PDF9,94 – 44,73Ja4,5 – 20,24,5 – 20,295,0LiFePO4HVDC-gekoppeltJa-k.A.k.A.386 – 1.35257038085 – 372IP65
13FoxESS
EK12 / Plus
4 SKUs
PDF10,37 – 41,47Ja11,511,595,0LiFePO4HVDC-gekoppeltJa10k.A.8064071018598 – 392IP65
14GoodWe
Lynx D
4 SKUs
PDF5,00 – 40,00Ja3,03,0-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa10k.A.7038070017052 – 416IP66
15GoodWe
Lynx U G3
6 SKUs
PDF5,00 – 40,00Ja5,05,096,0LiFePO4LVDC-gekoppeltJa106.0007058046016050 – 400IP65
16Sungrow
SBH (Hochspannungs-LFP-Batterie)SBH
7 SKUs
PDF10,00 – 40,00Ja---LiFePO4HVDC-gekoppeltJa10k.A.k.A.580 – 1.540675350106 – 376IP55
17Fenecon
Home 6
3 SKUs
PDF11,20 – 39,20Ja5,4 – 6,05,4 – 6,0-LiFePO4HVDC-gekoppeltJa106.00070977 – 2.407506401157 – 457IP55
18FoxESS
EK11
4 SKUs
PDF9,32 – 37,30Ja10,410,495,0LiFePO4HVDC-gekoppeltJa105.0008062571014799 – 396IP65
19Pylontech
Force H3X (3-phasig)Force H3X 3P
24 SKUs
PDF9,73 – 34,05Ja10,0 – 15,08,0 – 15,0-LiFePO4HVAll-in-OneJa108.000k.A.835 – 1.685540350121 – 316IP65
20GoodWe
Lynx Home U (U5.4-20)Home U5.4-20
6 SKUs
PDF5,40 – 32,40Ja2,6 – 5,12,6 – 5,1-LiFePO4LVDC-gekoppeltJa5k.A.7057050517557 – 342IP65
1–20 von 73 Speicher-Serien
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Die Testergebnisse unten beziehen sich auf die Stromspeicher-Inspektion 2026, geprüft am 5. Oktober 2026. Vor einem Kauf sind die genaue Gerätekombination, Firmware, örtliche Verfügbarkeit und gültigen Garantieunterlagen mit dem Angebot abzugleichen.
Das Wichtigste in Kürze
  • 10-kW-Testklasse: Fox ESS mit 97,0 % SPI vor RCT Power mit 96,4 %.
  • 5-kW-Testklasse: SAX Power erreicht 93,2 % SPI, SMA 92,8 %.
  • SPI ist kein einfacher Wirkungsgrad. Die beiden Testklassen sind nicht direkt miteinander vergleichbar.
  • Verluste: Teillast, Bereitschaft und Regelung beeinflussen den Nutzen des Gesamtsystems.
  • Garantie: Restkapazität immer zusammen mit Zeit, Durchsatz, Registrierung und Ausschlüssen lesen.
  • Die passende Größe kommt vor dem Ranking: Ein effizienter, aber unnötig großer Speicher kann wirtschaftlich schlechter sein.

Die Ergebnisse der Stromspeicher-Inspektion 2026

Die HTW Berlin und aquu verglichen zwölf Systeme mit Geräten von zehn Herstellern. Acht Hersteller werden namentlich genannt, weitere Teilnehmer bleiben anonym. Das ist ein Vergleich der teilnehmenden Systeme, keine Prüfung sämtlicher Marktprodukte durch Echtsolar.

Der System Performance Index (SPI) bewertet die wirtschaftliche Wirkung der Systemverluste in einem simulierten Referenzjahr. Ein SPI von 97 % bedeutet nicht, dass bei jedem Lade- und Entladevorgang 97 % der Energie zurückkommen.

10-kW-Klasse

RangGetestete KombinationSPIKlasse
1Fox ESS PQ-H3-Ultra-10.0 + EQ3300-597,0 %A
2RCT Power Storage DC 10.0 + Power Battery 11.596,4 %A
3Energy Depot Centurio 10 + DOMUS 2.595,4 %A
4Fronius Symo GEN24 10.0 Plus SC + Reserva 12.695,3 %A
5KOSTAL PLENTICORE G3 M 10 DC + BYD HVS 12.895,1 %A
6KOSTAL PLENTICORE G3 M 10 AC + BYD HVS 12.894,3 %B
7Anonymes System H191,9 %D
8Anonymes System I189,3 %G

Die Werte und Systembezeichnungen stammen aus der Studie, Tabellen 4/5 und zugehörigen Systemzuordnungen. Maßgeblich ist die jeweils getestete Konfiguration einschließlich Modulanzahl; ein Serienname allein beschreibt noch nicht das Angebot.

Der in der Studie genannte Kostenvorteil von rund 200 € pro Jahr zwischen bestem und schwächstem 10-kW-System gilt für ihren Referenzfall. Er ist keine garantierte Mehrersparnis für jeden Haushalt. Auch die Plätze 2 bis 5 sind trotz kleiner Abstände keine technisch oder wirtschaftlich identischen Systeme.

5-kW-Klasse

RangGetestete KombinationSPIKlasse
1SAX Power Home Plus93,2 %A
2SMA Sunny Boy Smart Energy 5.0 + Home Storage 6.592,8 %A
3KOSTAL PLENTICORE MP G3 M 4.6 DC + BYD HVS+ 7.792,7 %A
4KOSTAL PLENTICORE MP G3 M 4.6 AC + BYD HVS+ 7.791,9 %B

Die 5-kW- und 10-kW-Klassen verwenden unterschiedliche Referenzbedingungen. Ein niedrigerer Prozentwert in der einen Klasse beweist deshalb keine geringere Qualität gegenüber der anderen.

SAX Power erhöhte die Ladeleistung im untersuchten System von 1,4 auf 3,4 kW, also auf mehr als das Doppelte. Die Verbesserung zeigt, warum neben Kapazität und maximalem Wirkungsgrad auch die tatsächlich mögliche Ladeleistung zählt.

Welche Verluste im Alltag zählen

Ein Datenblatt-Maximalwert beschreibt nur einen Betriebspunkt. Nachts können kleine Lasten einen erheblich schlechteren Wechselrichterwirkungsgrad ergeben als der Betrieb bei mehreren Kilowatt.

Die Studie erläutert das an einem System mit rund 66 % Wechselrichterwirkungsgrad bei 100 W Ausgangsleistung. Daraus folgt kein pauschaler Verlust von einem Drittel während der gesamten Nacht oder für alle Systeme dieses Herstellers. Die tatsächliche Lastverteilung ist entscheidend.

Bereitschaftsverbrauch richtig hochrechnen

Gemessen wurden im Bereitschaftsbetrieb beispielsweise 4 W bei effizienten Systemen und 64 W beim schwächsten Teilnehmer. Der Wert gilt für den jeweiligen Betriebszustand, nicht zwingend für jede Stunde des Jahres.

Rechenbeispiel: 64 W über hypothetische 8.760 Stunden entsprächen 560,6 kWh. Bei angenommenen 40 ct/kWh wären das 224,26 €. Dieser Dauerbetrieb ist keine aus der Messung abgeleitete Jahresprognose. Für die reale Bilanz müssen die Stunden im jeweiligen Betriebszustand bekannt sein.

Regelgeschwindigkeit

Die untersuchten Einschwingzeiten reichen von 0,2 bis 13,7 Sekunden. Schnelle Regelung kann kurzfristigen Netzbezug nach Laständerungen reduzieren. Sie beseitigt aber weder Leistungsgrenzen noch sämtliche Lastspitzen oder Umwandlungsverluste.

Lohnt sich Netzladen mit dynamischen Tarifen?

Netzladen lohnt sich energetisch nur, wenn der Preisvorteil die Verluste übersteigt. Für eine vollständige Wirtschaftlichkeitsrechnung kommen Verschleiß, Steuerung und gegebenenfalls zusätzliche Tarif- oder Messkosten hinzu.

Bei 25 ct/kWh Ladepreis und 35 ct/kWh vermiedenem Bezugspreis liegt die reine Verlustschwelle bei 25 ÷ 35 = rund 71,4 % Gesamtwirkungsgrad. An dieser Schwelle bleibt noch kein Beitrag zu Anschaffung oder Verschleiß. Für positive Einsparungen ist ein höherer Wirkungsgrad beziehungsweise ein größerer Preisunterschied nötig.

Entscheidend ist der gesamte Netzladepfad, nicht nur der Batterie- oder Spitzenwirkungsgrad. Auch Messkonzept, zulässige Einspeisung und Garantie müssen zum geplanten Betrieb passen.

Welche Kriterien sind neben dem Testergebnis wichtig?

Ein Ranking ersetzt keine Anlagenplanung. Prüfen Sie zunächst, welche Kapazität und Leistung im Haushalt tatsächlich gebraucht werden.

KriteriumPraktische Frage
Nutzbare KapazitätWie viel zusätzlicher PV-Strom wird regelmäßig später gebraucht?
Leistung und TeillastWelche Lasten sollen versorgt werden, und wie effizient arbeitet das System dabei?
AC oder DCPasst die Kombination zur neuen oder bestehenden Anlage?
ErsatzstromWelche Stromkreise, Phasen und Leistungen werden wirklich unterstützt?
AufstellortSind Temperaturbereich, Schutzart und Abstände geeignet?
Garantie und ServiceWelche Zusagen gelten für genau diese Konfiguration?

Die Speicherauslegung betrachtet Verbrauch und Überschuss gemeinsam. Eine ideale Kapazität von 5–15 kWh für jede 10-kWp-Anlage lässt sich aus einem Test nicht ableiten.

Auch DC ist nicht automatisch effizienter als jedes AC-System. Der Klassensieg von SAX Power zeigt, dass die konkrete Umsetzung zählt. Bei Ersatzstrom gilt ebenso keine pauschale Empfehlung für dreiphasige Vollversorgung: Auswahl der Verbraucher, Anschlussart und zulässige Leistung entscheiden. Mehr dazu bei Notstrom und Ersatzstrom.

Garantiebedingungen: Modell und Nutzung entscheiden

Eine lange Garantie ist nur zusammen mit ihren Bedingungen aussagekräftig. Produktgarantie, zugesicherte Restkapazität und maximaler Energiedurchsatz können unterschiedliche Grenzen haben.

Die HTW untersuchte 2026 außerdem Garantiebedingungen von 20 Herstellern. Eine Tabelle mit nur einem Prozentwert pro Marke würde jedoch Modellversionen, Registrierungsbedingungen und Durchsatzgrenzen ausblenden.

Ein konkretes Beispiel ist SMA Home Storage: Die zweijährige Basisgarantie lässt sich unter Bedingungen auf zehn Jahre Produkt- und zwölf Jahre Leistungsgarantie verlängern. Dazu gehören fristgerechte Registrierung, kritische Updates und regelmäßige Internetverbindung. Die Leistungszusage nennt 7,2 MWh Durchsatz je nutzbarer kWh und 60 % Restkapazität. Der Restkapazitätswert allein rechtfertigt keinen pauschalen Qualitätsvergleich mit einer anders begrenzten Garantie.

Die BYD-Downloadübersicht enthält wiederum unterschiedliche Garantiedokumente nach Produktgeneration und Region. Für ein deutsches Angebot ist die passende europäische beziehungsweise deutsche Fassung maßgeblich.

Diese Punkte gehören in den Angebotsvergleich

  1. Exaktes Batteriemodell und Gültigkeit der Garantieunterlagen.
  2. Produkt- und Leistungsgarantie samt Beginn und Registrierung.
  3. Restkapazität, Messbedingungen und Durchsatz- oder Zyklenlimit.
  4. Zulässigkeit von Netzladen und zusätzlicher Vermarktung.
  5. Kosten für Prüfung, Versand, Ausbau und Wiedereinbau.
  6. Nachweispflichten, Wartung und erreichbarer Service.

Eine Kapazitätsgarantie sagt nicht voraus, wie lange die ganze Anlage ohne Reparatur funktioniert. Die Lebensdauer von Stromspeichern behandelt diesen Unterschied ausführlicher.

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