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Größe der Solaranlage für ein Einfamilienhaus

Letztes Update: 29. März 2022

Lesedauer: 5 Minuten

Jens Burkhardt

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Jens Burkhardt

In diesem Artikel schauen wir uns an, was die optimale Größe der Photovoltaikanlage für ein Eigenheim ist.

Wie groß muss eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus sein?

Eine Solaranlage für ein Einfamilienhaus sollte zwischen 5- und 10 kWp (Kilowatt Peak) groß sein. Moderne PV-Anlagen benötigen etwa 3 Solarmodule für 1 kWp Leistung. Demzufolge kommen 15- bis 30 Solarpaneele auf das Dach. Dafür ist eine Dachfläche von ca. 25- bis 60 m² notwendig.

Das typische Dach eines Einfamilienhauses ist für eine durchschnittliche bis optimale Photovoltaikanlage geeignet.

Es gibt allerdings verschiedenen Entscheidungsgrundlagen für die Größe der PV-Anlage. Der wichtigste Faktor ist sicher: wie viel qm stehen dem Einfamilienhaus für Photovoltaik zur Verfügung.

Haben Sie ein sehr großes Dach oder mehrere passende Dachflächen? Dann stellt sich immer die Frage:

Das Dach komplett belegen, oder nicht?

Ob die Dachfläche komplett mit Solarmodulen belegt werden soll, ist nicht leicht zu beantworten. Prinzipiell sinken die Kosten pro kWp, je größer die Solaranlage wird.

Einfamilienhaus und Photovoltaikanlage

Einfamilienhaus und Photovoltaikanlage

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Also ist es sinnvoll alles zu belegen?

Das kommt ganz darauf an. Zwar sind die spezifischen Kosten bei großen Anlagen geringer. Allerdings sinkt auch ihre Eigenverbrauchsquote. Da die Einspeisevergütung stetig sinkt, lohnen sich PV-Anlagen, welche viel Strom einspeisen, immer weniger.

Der Kostenvorteil verpufft irgendwann. Trotzdem empfehle ich das Dach komplett vollzumachen. Auch, wenn Sie mit Photovoltaik Geld machen wollen, bringen Anlagen bis zu 20 kWp eine gute PV-Rendite.

Dass sich Photovoltaik nicht mehr lohnt, ist ein Mythos und kann getrost widerlegt werden.

Klar lohnt es sich, wenn besonders viel produzierter Solarstrom selbst verbraucht wird. 

Doch auch, wenn der Eigenverbrauch der Photovoltaikanlage relativ gering ist, helfen Sie ein Stückchen mit, die Energiewende mit Sonnenenergie zu beschleunigen.

Doch was, wenn über 10 kWp auf das Dach passen?

Vielleicht haben Sie schon mal davon gehört. Viele Installateure raten von Solaranlagen über 10 kWp ab.

Das lag darin begründet, dass nun der Eigenverbrauch mit einem Teil der EEG-Umlage belastet wird. Sie zahlen also auf den produzierten Strom, den Sie selbst verbrauchen, eine Abgabe, die zur Zahlung der Einspeisevergütung genutzt wird.

Somit zahlen Sie sich selbst ein Stückchen der Einspeisevergütung. Wichtig zu wissen ist, dass die 10-kWp-Grenze im Jahr 2021 gefallen ist. D.h. die EEG-Umlage wird erst ab einer Photovoltaik-Größe von über 30 kWp fällig! Diese Gesetzesänderung hat bereits Bestand.

Ich empfehle daher, die PV-Anlagengröße für ihr Einfamilienhaus so groß, wie möglich zu wählen. Auf moderne Einfamilienhäuser passt häufig mehr als 10 kWp Photovoltaik-Leistung

Wie viele Dachseiten für die optimale Größe der PV-Anlage für das Einfamilienhaus?

Je nach Dachart ist es immer eine Überlegung wert, auch mehrere Dachseiten zu belegen.

Beim weit verbreiteten Satteldach gibt es zwei Dachflächen. Ob es sich lohnt, beide Seiten mit PV-Modulen zu belegen, hängt von der Dachausrichtung ab. 

Gibt es eine Süd- und eine Nordseite, lohnt sich wahrscheinlich nur die Südseite. Die Nordseite ist für Photovoltaik nur mit einem sehr geringen Neigungswinkel geeignet.

Oftmals ist das Dach vom Einfamilienhaus aber anders ausgerichtet. Ein Photovoltaikanlage auf dem Ost-West-Dach lohnt sich fast immer.

Bei einem Walmdach ist es meistens sinnvoll zwei oder drei Dachseiten für die Solaranlage zu nutzen.

Wie viel kWp kann ich aus meiner Dachfläche herausholen?

Es kommt darauf an, welches Modul verwendet wird. Je höher der Wirkungsgrad vom PV-Modul ist, desto mehr kWp pro m² passen auf das Dach. 

Ein klassisches PV-Modul mit 60 Zellen und 350 Wp benötigt etwa 0,2 m² für ein kWp. Die Photovoltaik Hersteller arbeiten natürlich daran, die Leistung immer weiter zu steigern.

In unseren Solarmodul-Test finden sich auch Premium-Module mit bis zu 400 Wp.

Lieber eine kleine Solaranlage, dafür mit Stromspeicher?

Wie vorhin besprochen, lohnt sich der Eigenverbrauch besonders. Lohnt es dann nicht, eine kleine Dachfläche inklusive Batteriespeicher zu nutzen?

Das mag auf den ersten Blick tatsächlich so wirken.

Aber: Der PV-Speicher ist immer noch relativ teuer, sodass er sich oftmals nicht lohnt. Die Rendite wird, zum Beispiel durch Umwandlungsverluste, geringer ausfallen, als bei einem vollen Dach.

Mit dem Blick auf die aktuell stark steigenden Strompreise ergibt ein Stromspeicher für das Einfamilienhaus deutlich mehr Sinn. Passende Speicher finden Sie im Stromspeicher-Test.


Ich empfehle auf jeden Fall eine zusätzliche Photovoltaik und Stromspeicher-Förderung mitzunehmen, falls regional möglich.


Fazit: Wieviel Photovoltaik brauche ich für ein Einfamilienhaus?

Damit die Kosten der Photovoltaikanlage pro kWp nicht so hoch werden, sollte die PV-Anlage mindestens 5 kWp an Nennleistung haben. Besonders gut geeignet sind Solaranlagen von 10 kWp und mehr für Familien mit mindestens 4 Personen.

Da die Menschheit immer mehr Strom verbrauchen wird, insbesondere mit Hinblick auf die Nutzung von Elektroautos, ist es sinnvoll, das gesamte Dach mit Photovoltaik vollzupacken.

Im nachfolgenden Formular können Sie sich kostenlos und unverbindlich bis zu 5 Angebote für eine Photovoltaikanlage holen.

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  1. Gut zu wissen, dass die Rendite bei kleineren Solaranlagen etwa durch Umwandlungsverluste geringer ausfallen wird, als bei einem vollen Dach. Mein Onkel möchte sich eine neue Solaranlage auf dem Dach seines Hauses auf dem Lande installieren lassen. Er wird den Tipp beherzigen und sich zu einer möglichst hohen Rendite eine große Solaranlage auf dem ganzen Dach installieren lassen.

  2. Danke für diesen hilfreichen Artikel über die passende Solaranlage für ein Einfamilienhaus. Mein Mann und ich haben uns auch für Solarstrom entschieden und uns wurde von Bekannten zu einem kompetenten Installateur geraten. Ich denke auch, dass es am besten sein wird, die volle Größe unseres Hauses für die Solaranlage auszunutzen.

  3. Gut zu wissen, dass die Kosten pro kWp sinken, je größer die Solaranlage ist. Da unser Haus nicht so groß ist und dementsprechend auch unser Dach, sollte es eigentlich sinnvoll sein, alles zu belegen. Die Eigenverbrauchsquote werden wir berechnen lassen, um zu entscheiden, ob es sich tatsächlich lohnen würde.

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