Eine Photovoltaik-Anlage kostet schlüsselfertig 11.300 € bis 21.500 € bei den gängigen Größen von 5 bis 15 kWp. Mit Stromspeicher steigt der Preis auf 13.500 € bis 27.300 € . Für die hier betrachtete 10-kWp-Anlage auf dem Einfamilienhaus sind es 17.000 € ohne und 21.100 € mit Speicher.
Diese Seite zeigt die Preise nach Anlagengröße, schlüsselt auf, wofür das Geld ausgegeben wird, und erklärt anhand realer Angebotsdaten, wie sich ein vorliegendes Angebot einordnen lässt.
- Komplette Anlage: 11.300 € bis 21.500 € für 5 bis 15 kWp, mit Speicher 13.500 € bis 27.300 €
- Preis pro kWp: 1.433 € bis 2.259 € , kleine Anlagen sind pro Einheit deutlich teurer
- Größte Kostenblöcke: Montage und Deckungsbeitrag des Fachbetriebs, die Module machen im 10-kWp-Modell ohne Speicher rund 8 Prozent aus
- Angebot einordnen: unter 1.450 € /kWp gilt ein Angebot für 10 kWp als günstig, ab 1.980 € /kWp als hoch
- Betriebskosten: 245 € pro Jahr ohne Speicher, 395 € mit Speicher
- Preistrend: aktuell +10,9 % gegenüber dem Vorjahr, über dem Vorjahresniveau, zuletzt gegenüber dem Vormonat gesunken
- Umsatzsteuer: 0 Prozent beim Kauf und der Installation typischer privater Dachanlagen nach § 12 Abs. 3 UStG
Was kostet eine Photovoltaik-Anlage?
Eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage kostet 11.300 € bei 5 kWp und 21.500 € bei 15 kWp. Im Preis enthalten sind üblicherweise Module, Wechselrichter, Montagesystem, Gerüst, Verkabelung, die Installation durch den Fachbetrieb sowie Netzanmeldung und Inbetriebnahme.
Das folgende Streudiagramm zeigt jeden ausgewerteten Angebotspunkt einzeln, aufgetragen nach Anlagengröße und Preis, mit der daraus berechneten Regressionskurve.
Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Durchschnittspreise nach Anlagengröße und Speichervariante. Grundlage ist der Echtsolar Photovoltaik-Kostenindex, der laufend reale Angebote deutscher Fachbetriebe auswertet.
| Anlagengröße | Ohne Speicher | Mit 5 kWh | Mit 10 kWh | Mit 15 kWh |
|---|---|---|---|---|
| 5 kWp | 11.300 € | 13.500 € | 15.400 € | 17.100 € |
| 10 kWp | 17.000 € | 19.200 € | 21.100 € | 22.800 € |
| 15 kWp | 21.500 € | 23.700 € | 25.600 € | 27.300 € |
Zwei Größen entscheiden über den Preis: die Nennleistung in Kilowatt-Peak und die Frage, ob ein Stromspeicher verbaut wird. Die Nennleistung ergibt sich aus Anzahl und Leistung der Module und ist durch die verfügbare Dachfläche begrenzt, rund 0,2 kWp passen auf einen Quadratmeter Dach.
Der Speicher ist dagegen ein optionales Bauteil und verteuert die Anlage um rund ein Viertel. Die passende Kapazität richtet sich nach zeitlichem Verbrauch und verfügbarem Solarüberschuss. Das Verhältnis 1 kWh je kWp dient in Preisvergleichen nur als Rechenannahme, nicht als allgemeine Auslegungsempfehlung.
Was kostet eine PV-Anlage pro kWp?
Der Preis pro Kilowatt-Peak reicht von 1.433 € bei 15 kWp bis 2.259 € bei 5 kWp. Diese Kennzahl macht Anlagen unterschiedlicher Größe vergleichbar und ist die übliche Angabe in Angeboten und Marktberichten.
| Anlagengröße | Preis pro kWp | Mit Speicher* | Ertrag pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 2.259 € | 2.707 € | ca. 4.800 kWh |
| 6 kWp | 2.095 € | 2.533 € | ca. 5.800 kWh |
| 7 kWp | 1.965 € | 2.395 € | ca. 6.800 kWh |
| 8 kWp | 1.860 € | 2.282 € | ca. 7.700 kWh |
| 9 kWp | 1.771 € | 2.187 € | ca. 8.700 kWh |
| 10 kWp | 1.695 € | 2.106 € | ca. 9.650 kWh |
| 12 kWp | 1.572 € | 1.973 € | ca. 11.600 kWh |
| 15 kWp | 1.433 € | 1.823 € | ca. 14.500 kWh |
*Speichergröße: je 1 kWp Anlagenleistung 1 kWh Speicherkapazität, also beispielsweise 5 kWp mit 5 kWh. Die Preise beziehen sich jeweils auf ein kWp Anlagenleistung.
Erträge auf Basis von 965 kWh pro kWp, dem Mittelwert der SFV-Ertragsdatenbank für deutsche Anlagen.
Warum kleine Anlagen pro kWp teurer sind
Ein Teil der Kosten fällt unabhängig von der Anlagengröße an: Anfahrt und Baugerüst, Planung und Beratung, Netzanmeldung, Zählerschrank und AC-Installation. Bei einer 5-kWp-Anlage verteilen sich diese Fixkosten auf halb so viel Leistung wie bei 10 kWp.
Dazu kommen Mengeneffekte beim Einkauf und ein sinkender Montageaufwand je Modul. Ein Team, das ohnehin auf dem Dach steht, montiert das zwanzigste Modul schneller als das erste.
Praktische Folge: Wer ohnehin baut, sollte das Dach möglichst voll belegen. Überschüssiger Strom wird über die Einspeisevergütung vergütet, und jedes zusätzliche Kilowatt-Peak senkt den Durchschnittspreis der gesamten Anlage.
Woraus setzen sich die Kosten zusammen?
Den größten Anteil haben Montage und Deckungsbeitrag des Fachbetriebs, zusammen rund die Hälfte der Investitionssumme. Die Solarmodule, die viele für den Hauptkostenblock halten, machen weniger als ein Zehntel aus.
| Kostenfaktor | Kosten | Anteil |
|---|---|---|
| Solarmodule | 1.300 € | 7,7 % |
| Wechselrichter | 1.100 € | 6,5 % |
| Montagekosten | 4.000 € | 23,6 % |
| Montagesystem | 1.000 € | 5,9 % |
| Baugerüst | 1.090 € | 6,4 % |
| Solarkabel | 400 € | 2,4 % |
| AC-Installation | 800 € | 4,7 % |
| Deckungsbeitrag | 7.264 € | 42,8 % |
| Gesamt | 16.954 € | 100,0 % |
* Modellhafte Aufteilung für 10 kWp PV-Anlage ohne Speicher. Material und Arbeitsleistungen sind getrennte Positionen; die Gesamtsumme enthält die Installation bei anwendbarem Nullsteuersatz.
Mit Speicher verschieben sich die Anteile, weil ein zusätzlicher Posten hinzukommt:
| Kostenfaktor | Kosten | Anteil |
|---|---|---|
| Solarmodule | 1.300 € | 6,2 % |
| Stromspeicher | 4.105 € | 19,5 % |
| Wechselrichter | 1.100 € | 5,2 % |
| Montagekosten | 4.000 € | 19,0 % |
| Montagesystem | 1.000 € | 4,7 % |
| Baugerüst | 1.090 € | 5,2 % |
| Solarkabel | 400 € | 1,9 % |
| AC-Installation | 800 € | 3,8 % |
| Deckungsbeitrag | 7.264 € | 34,5 % |
| Gesamt | 21.059 € | 100,0 % |
* Modellhafte Aufteilung für 10 kWp PV-Anlage mit 10 kWh Speicher. Material und Arbeitsleistungen sind getrennte Positionen; die Gesamtsumme enthält die Installation bei anwendbarem Nullsteuersatz.
Solarmodule
Module kosten im Großhandel aktuell 0,130 €/Wp pro Watt-Peak in der Mainstream-Kategorie, ein Standardmodul mit 470 Wp also 61 € . Für eine 10-kWp-Anlage werden rund 21 Module gebraucht.
Weil der Anteil an den Gesamtkosten klein ist, lohnt Sparen an dieser Stelle wenig: Ein Aufpreis von 20 Prozent auf die Module verteuert die Anlage um gut ein Prozent. Umgekehrt bringen hochwertige Module mit besserem Temperaturverhalten über 25 Jahre spürbar mehr Ertrag. Die aktuellen Preise für Solarmodule sind nach Kategorien aufgeschlüsselt.
Stromspeicher
Ein Speicher kostet 411 € pro Kilowattstunde bei 10 kWh Kapazität, insgesamt also rund 4.100 € . Kleine Speicher sind pro kWh teurer ( 448 € bei 5 kWh), große günstiger ( 390 € bei 15 kWh).
Speicher sind im längerfristigen Vergleich weiterhin günstiger geworden: Der Speicherpreisindex liegt aktuell -6,5 % gegenüber dem Vorjahr. Das bedeutet nicht, dass die Preise in jedem einzelnen Monat fallen. Details stehen im Beitrag zu den Stromspeicher-Kosten.
Wechselrichter
Der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom der Module in netzkonformen Wechselstrom um. Er kostet rund 110 Euro pro kWp, für eine 10-kWp-Anlage also etwa 1.100 Euro. Hybridgeräte können zusätzlich den Speicher steuern. Ihr Mehrpreis hängt von Leistung, Ausstattung und System ab und sollte im konkreten Angebot verglichen werden.
Für den Wechselrichter sollte über die Laufzeit der Anlage ein Austausch eingeplant werden. Als Planungsannahme dienen häufig 10 bis 15 Jahre gegenüber 25 bis 30 Jahren bei den Modulen. Auch ein Stromspeicher altert und kann einen Ersatz erforderlich machen. Eine Übersicht der Modelle und Preise gibt der Beitrag zu den Kosten für Wechselrichter.
Montage und Deckungsbeitrag
Die Montage ist der größte einzelne Kostenblock. Sie umfasst die Arbeitszeit der Elektro- und Dachfachkräfte, deren Arbeitskosten von Region, Qualifikation und Aufwand abhängen. Hinzu kommen Montagesystem, Baugerüst und Verkabelung, zusammengefasst im Beitrag zu den Montagekosten für Photovoltaik.
Der Deckungsbeitrag deckt Vertrieb, Planung, Projektleitung, Gewährleistung und den Gewinn des Betriebs ab. Seine Höhe lässt sich aus einem Gesamtangebot meist nicht eindeutig ablesen. Die Aufteilung ist daher eine Modellrechnung, keine Erhebung der tatsächlichen Gewinnmargen einzelner Betriebe.
Ist mein Angebot zu teuer?
Der Durchschnittspreis beantwortet nicht, ob ein konkretes Angebot fair ist. Reale Angebote für dieselbe Anlagengröße weichen im Mittel um rund 20 Prozent vom Mittelwert ab. Deshalb ordnet der Kostenindex jeden Preis über die Standardabweichung in Kategorien ein.
Für eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher bedeutet das konkret:
- Günstig: bis 1.450 € /kWp, also bis rund 14.500 €
- Fair: 1.460 € bis 1.710 € /kWp
- Erhöht: 1.720 € bis 1.970 € /kWp
- Hoch: ab 1.980 € /kWp, also ab rund 19.800 €
Ein teureres Angebot kann berechtigt sein, etwa bei hochwertigen Komponenten, längerer Garantie, schwieriger Dachsituation oder aufwendiger Elektroinstallation. Bei einer Standardanlage ohne Besonderheiten sollte der Preis aber nahe am Marktmittel liegen.
Wer einen Preis für eine bestimmte Konfiguration nachschlagen möchte, kann das im Photovoltaik-Kostenrechner tun.
Welche Kosten fallen nach dem Kauf an?
Nach der Inbetriebnahme entstehen laufende Kosten von 245 € pro Jahr bei einer 10-kWp-Anlage ohne Speicher und 395 € mit Speicher. Das entspricht etwa 1 bis 2 Prozent der Investitionssumme.
| Posten | Typische Höhe pro Jahr |
|---|---|
| Versicherung (Modellfall Stiftung Warentest, April 2025) | 65 bis 137 € |
| Intelligentes Messsystem (über 7 bis 15 kWp) | bis 50 € |
| Steuerungseinrichtung, soweit eingebaut | zusätzlich bis 50 € |
| Wartung im 10-kWp-Modell (auf vier Jahre verteilt) | 45 € ohne / 57,50 € mit Speicher |
| Rücklage Wechselrichter | rund 37 € bei 10 kWp |
| Rücklage Speicher | rund 137 € bei 10 kWh |
Die Rücklagen betragen im Beispiel rund 37 Euro ohne Speicher und 174 Euro mit 10-kWh-Speicher. Das sind zurückgelegte Beträge für einen späteren Komponententausch, keine laufenden Zahlungen. Die genannten Mess- und Steuerungskosten sind die jährlichen Preisobergrenzen für den Anlagenbetreiber beim grundzuständigen Messstellenbetreiber nach § 30 MsbG. Alle Posten im Detail erklärt der Beitrag zu den Betriebskosten einer PV-Anlage.
Für typische neue Dachanlagen auf dem Einfamilienhaus sind die Einnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG von der Einkommensteuer befreit. Dabei gelten höchstens 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt 100 kWp je Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft. Davon getrennt gilt beim Kauf und der Installation begünstigter Anlagen der Nullsteuersatz nach § 12 Abs. 3 UStG. Ob zusätzlich Beratungskosten entstehen, hängt vom Einzelfall ab.
Wie entwickeln sich die Photovoltaik-Kosten?
Die Preise liegen 2026 wieder über dem Vorjahresniveau: Der aktuelle Index zeigt +10,9 % gegenüber dem Vorjahresmonat. Auf den Rückgang ab Mitte 2023 folgte bereits im Laufe des Jahres 2025 eine Erholung. Nach einem erneuten Rückgang zu Beginn des Jahres 2026 steigt der Index seit dem Frühjahr wieder.
Langfristig bleibt das Preisniveau deutlich niedriger: Von 5.440 €/kWp im Jahr 2006 ist der Preis auf 1.729 €/kWp im bisherigen Jahresmittel 2026 gefallen, ein Rückgang um rund 68 Prozent. Dieses vorläufige Mittel umfasst die Indexveröffentlichungen Januar bis Oktober 2026 mit Angebotsdaten bis einschließlich September und entspricht der Jahresdarstellung im Preisentwicklungsdiagramm. Der Höchststand der Krisenjahre lag im Jahresmittel 2023 bei 2.018 €/kWp.
Was beeinflusst die Preise 2026? Ein Kostenfaktor ist die chinesische Mehrwertsteuer-Exporterstattung für PV-Produkte: Ihr Wegfall wurde im Januar angekündigt und trat laut pvXchange am 1. April 2026 in Kraft. Das kann den Preisdruck im ersten Halbjahr mit erklären, belegt aber keinen bereits im Dezember 2025 wirksamen Wegfall. Auf der Nachfrageseite berichtet der BSW-Solar von vorgezogenen Investitionen angesichts angekündigter Förderänderungen. Der Verband meldete für das erste Halbjahr 7,4 GWp Zubau nach 6,8 GWp zum vergleichbaren Meldestand des Vorjahres. Wie stark einzelne Faktoren die Angebotspreise beeinflussen, lässt sich aus unserem Kostenindex allein nicht bestimmen.
Die vollständige Entwicklung mit Charts und drei modellhaften Zukunftsszenarien bis 2030 steht im Beitrag zur Preisentwicklung von Photovoltaik.
Lohnt sich Photovoltaik bei den aktuellen Preisen?
Ja, eine passend geplante Photovoltaik-Anlage kann sich auch bei den aktuellen Preisen lohnen. Entscheidend sind ein angemessener Angebotspreis, ein guter Dachertrag und möglichst viel selbst genutzter Solarstrom. Ein Speicher sollte zusätzlich auf seinen wirtschaftlichen Nutzen geprüft werden. Beispiele und die wichtigsten Voraussetzungen zeigt der Beitrag Lohnt sich eine Photovoltaik-Anlage?.
Wie kommt man zu einem günstigen Preis?
Die Preiskategorien helfen beim Einordnen eines Angebots. Aus diesen Modellgrenzen lässt sich aber nicht ableiten, wie häufig Sie persönlich ein günstiges Angebot erhalten.
Mehrere vergleichbare Angebote lohnen sich, weil Leistungsumfang und Kalkulation der Fachbetriebe variieren. Lassen Sie deshalb dieselbe Anlagengröße und Ausstattung anbieten und prüfen Sie neben dem Gesamtpreis auch Elektroarbeiten, Gerüst, Garantien und Zusatzkosten.
Vier weitere Hebel senken den Preis zusätzlich:
- Verhandeln: Der erste Kostenvoranschlag ist selten das letzte Wort, viele Betriebe geben auf Nachfrage nach
- Vergleichbar machen: Angebote nur mit identischer kWp-Zahl, Speichergröße und Komponentenqualität nebeneinanderlegen
- Förderung prüfen: Regionale Programme, verfügbare Mittel und Antragspflichten vor Auftragsvergabe prüfen
- Termin abstimmen: Freie Kapazitäten und Ausführungstermine bei mehreren Betrieben erfragen; eine bestimmte Jahreszeit garantiert keinen günstigeren Preis
Ein Angebotsvergleich lohnt sich auch langfristig: Bei vergleichbarer Qualität, gleichem Leistungsumfang und gleichem Ertrag senkt ein günstigerer Kaufpreis die Anfangsinvestition und verbessert die Wirtschaftlichkeit. Wie stark sich Amortisationszeit und Rendite verändern, hängt unter anderem von Eigenverbrauch, Betriebskosten und späteren Ersatzinvestitionen ab. Individuell prüfen lässt sich das im Wirtschaftlichkeitsrechner.
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