Solarmodul-Größe: verbreitete Modulmaße im Überblick (2026)

Jens Burkhardt
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Aktualisiert: 6. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Ein typisches Solarmodul für das Hausdach ist heute 1762 × 1134 mm groß; viele verbreitete Hausdachmodule teilen sich die Breite von 1134 mm, nur die Länge variiert je nach Wafer-Format und Zellenzahl zwischen 1722 und etwa 2000 mm. Großmodule für Gewerbe- und Freiflächenanlagen liegen darüber. Welche Modulgrößen heute den Markt prägen, welche Leistung sie haben und wie sich das Format historisch entwickelt hat, zeigt diese Übersicht. Aufbau, Typen und Preise im Allgemeinen behandelt der Einstieg zu Solarmodulen; wer die passende Anlage sucht, findet Angebote über den Photovoltaik-Anbieter-Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze
  • Standardmaß auf dem Hausdach: 1762 × 1134 mm, rund 2,00 m² Fläche, 430–500 W Leistung
  • Häufige Breite: Viele EFH-Module sind 1134 mm breit, nur die Länge variiert (1722–1961 mm)
  • Großmodule für Gewerbe und Freifläche: 2,58–3,11 m² mit 555–755 W
  • Leistungsklassen: 430–500 Wp auf rund 2 m² sind Beispiele aus dem Hausdachsortiment
  • Gewicht: EFH-Module wiegen 21–27 kg, Gewerbe-Großmodule bis 36 kg
  • Belegungsbeispiel: 23–25 Module à 460 Wp ergeben 10,58–11,50 kWp; 55 m² Dachfläche garantieren diese Modulzahl nicht

Wie groß ist ein Solarmodul?

Ein typisches Solarmodul für das Hausdach ist heute 1762 × 1134 mm groß, hat eine Fläche von 2,00 m² und eine Leistung zwischen 430 und 500 Watt-Peak. Je nach Wafer-Format enthält es 108 Halbzellen aus M10R-Wafern oder 96 Halbzellen aus G12R-Wafern und wiegt rund 22 kg. Die Rahmentiefe liegt bei 30–35 mm.

Die Maße eines Moduls hängen direkt am verwendeten Wafer-Format und an der Anzahl der Zellen. Weil sich die Branche auf wenige Wafer-Generationen geeinigt hat, sind die Modulgrößen heute deutlich einheitlicher als noch vor fünf Jahren.

Die folgenden festen Modell- und Formatbeispiele stammen aus der Bestandsauswertung Juli/August 2026. Leistungen sind ausgewählte Datenblattstände, keine Maximalwerte sämtlicher Varianten. Waferzuordnungen bleiben als teils geometrisch hergeleitete Bestandsdaten erhalten.

Verbreitete Solarmodul-Größen im Überblick

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Die vier verbreitetsten Solarmodul-Größen 2026, alle mit konstanter Breite von 1134 mm. © eigene Darstellung – Echtsolar

Auf Hausdächern (Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte, kleinere Gewerbedächer) kommen heute vor allem vier Modulformate zum Einsatz. Alle haben die gleiche Breite von 1134 mm: eine Branchenkonvention, mit der sich Montagesysteme, Lager und Logistik vereinheitlichen ließen.

Modulgröße (mm)FlächeWaferAnordnung ZellenTypische LeistungBeispielmodule
1722 × 11341,95 m²M10108 Halbzellen (6 × 18)405–450 WCanadian Solar TOPHiKu6, Suntech Ultra V Pro mini
1762 × 11342,00 m²M10R / G12R108 / 96 Halbzellen (6 × 18 / 6 × 16)430–500 WAiko Neostar 3, Jinko Tiger Neo, TW Solar TNC 2.0
1800 × 11342,04 m²M11108 Halbzellen (6 × 18)470–510 WLongi Hi-MO X10, Solyco Design R-BG, Solar Fabrik Mono S4
1961 × 11342,22 m²G12R108 Halbzellen (6 × 18)485–530 WTrina Vertex S+, Q-Cells Q.TRON, Astronergy ASTRO N7s

Das Format 1762 × 1134 mm war in unserer Bestandsauswertung vom August 2026 am häufigsten vertreten: Fast jeder große Hersteller hat mindestens ein Modul in genau diesen Maßen im Sortiment. Das ältere 1722 × 1134 mm entspricht der M10-Generation und läuft aus, ist aber im Bestand und in Restposten weiterhin oft anzutreffen. 1800 × 1134 mm ist die jüngere M11-Variante mit etwas mehr Länge und höherer Leistung. 1961 × 1134 mm liegt unter der redaktionellen 2,25-m²-Auswahlgrenze unserer Datenbank. Größere Module sind auf Hausdächern nicht grundsätzlich ausgeschlossen.

Eine vollständige Liste, welcher Hersteller welche Modulgröße in welcher Modellreihe einsetzt, gibt der Solarmodul-Test und Vergleich.

Größere Modulformate für Gewerbe- und Freiflächenanlagen

Module mit über etwa 2,25 m² Fläche werden zunehmend zu schwer und zu unhandlich für die Montage auf einem klassischen EFH-Dach: Ein Modul wiegt dann schnell 28–35 kg. Für Gewerbedächer, Logistik-Hallen und Freiflächenanlagen sind solche Großmodule aber etabliert, weil dort professionelle Montagetechnik und mehr Personal zur Verfügung steht.

Modulgröße (mm)FlächeWaferAnordnung ZellenTypische LeistungBeispielmodule
2278 × 11342,58 m²M10 / M10R144 Halbzellen (6 × 24)555–600 Wklassisches 144-Halbzellen-Großmodul (72 Vollzell-Äquivalente), viele Hersteller
2382 × 11342,70 m²G12R / M11132 / 144 Halbzellen595–690 WAiko Comet 3N72 (690 W), JA Solar DeepBlue 5.0, Jinko Tiger Neo III
2465 × 11342,80 m²M10 / M10R / M10X156 Halbzellen (6 × 26)615–680 WAiko Neostar 1U+, JA Solar, Astronergy ASTRO N5
2384 × 13033,11 m²G12132 Halbzellen (6 × 22)645–755 WTW Solar TNC 2.0 (755 W), Risen Hyper-ion HJT, Jinko Tiger Neo

Das Standardformat im Gewerbesegment ist 2382 × 1134 mm: ein schlankes Großmodul mit derselben 1134-mm-Breite wie die EFH-Module, das sich gut transportieren und auf Trapezblechen, Flachdächern und Reihen-Aufständerungen montieren lässt. Das ältere 2384 × 1303 mm mit vollem G12-Wafer (210 × 210 mm) liefert zwar die höchste Einzelmodul-Leistung, ist aber wegen der größeren Breite logistisch aufwendiger und wird in neuen Produktlinien zunehmend durch G12R-Großmodule ersetzt.

Historie: vom 60-Zellen-Modul zum 108-Halbzellen-Standard

Vor zehn Jahren sah der Markt deutlich anders aus. Damals dominierten 60-Vollzellen-Module mit 156-mm-Wafern (M2) und Maßen um 1660 × 990 mm; ein typisches Modul lieferte 240–280 Watt. Mit jeder neuen Wafer-Generation wurde das Modul etwas länger und vor allem leistungsstärker, ohne die Breite signifikant zu verändern.

Die wichtigsten Modulgenerationen im Überblick:

ZeitraumDominierender WaferTypische ModulmaßeTypische Leistung
2012–2018M2 (156 mm)1660 × 990 mm (60 Vollzellen)240–280 W
2018–2020M6 (166 mm)1755 × 1038 mm (120 Halbzellen)370–410 W
2020–2024M10 (182 mm)1722 × 1134 mm (108 Halbzellen)405–450 W
2022 → heuteM10R / G12R1762 × 1134 mm430–500 W
2023 → heuteM111800 × 1134 mm470–510 W

Der Schritt von M6 auf M10 brachte 2020/21 den größten Sprung: Mit dem Wechsel auf 1134 mm Breite (statt 1038 mm) und auf Halbzellen-Technik stieg die Modul-Leistung in einem Zug um etwa 30 %. Seitdem ist die EFH-Modulbreite praktisch eingefroren: Alle neuen Wafer-Formate werden in dieselbe Modulbreite eingepasst, damit Montagesysteme und Bestände kompatibel bleiben.

Modulgröße und Leistung: 400-, 500- und 600-Watt-Module

Mit der Modulgröße verändert sich auch die Nennleistung. Während früher fast alles im 300–400-Watt-Bereich angesiedelt war, decken aktuelle Module einen Bereich von etwa 400–750 Watt ab. Drei typische Leistungsklassen sind dabei besonders relevant:

400-Watt-Module (Einstiegsklasse für EFH)

400-Watt-Solarmodule sind heute praktisch das Minimum für neue Anlagen. Sie nutzen meist M10- oder M10R-Wafer mit 108 Halbzellen und passen in das klassische 1722- oder 1762-Format. Typische Vertreter sind ältere M10-Module wie das Canadian Solar TOPHiKu6 (450 W, 1722 × 1134 mm) oder kompakte Bestandsmodelle. Für neue Anlagen werden aber überwiegend leistungsstärkere Module gewählt; ein 400-Watt-Modul ist eher die Untergrenze des aktuellen Sortiments.

450- bis 515-Watt-Module (Standard auf dem EFH-Dach)

Das ist die heutige Mitte des Marktes. Mit M10R-, G12R- oder M11-Wafern erreichen 108-Halbzellen-Module problemlos 450–515 Watt bei einer Fläche von etwa 2 m².

Konkrete Beispiele:

  • Aiko Neostar 3 (1762 × 1134 mm, M10R, ABC): bis 500 W
  • Jinko Tiger Neo (1762 × 1134 mm, G12R, TOPCon): 475 W
  • Longi Hi-MO X10 (1800 × 1134 mm, M11, HPBC 2.0): 505 W
  • Trina Vertex S+ (1961 × 1134 mm, G12R, TOPCon): 515 W

Wer heute ein neues Modul kauft, landet mit hoher Wahrscheinlichkeit in dieser Klasse. Die Spitzenwerte um 515 W gelten als das praktische Maximum für ein Standard-EFH-Modul mit unter 2,25 m² Fläche.

600- bis 700-Watt-Module (Gewerbe und Freifläche)

600-Watt-Module und größer sind im Gewerbe- und Freiflächensegment angekommen. Sie nutzen entweder das 2382 × 1134 mm-Format mit je nach Aufbau 132–264 Teilzellen oder das 2384 × 1303 mm-Format mit dem vollen G12-Wafer.

Typische Vertreter:

  • Aiko Comet 3N72 (2382 × 1134 mm, M11, ABC): 690 W
  • JA Solar DeepBlue 5.0 (2382 × 1134 mm, G12R): 670 W
  • Jinko Tiger Neo III (2382 × 1134 mm, G12R, 264 Viertelzellen): 670 W
  • TW Solar TNC 2.0 (2384 × 1303 mm, G12): bis 755 W

Solche Module sind auf Hausdächern eher unüblich: Das Gewicht von über 30 kg, die größere Fläche und die größere Modul-Breite (im Fall des G12-Quadrats 1,3 m) machen die Handmontage schwerer und reduzieren die Flexibilität bei verwinkelten Dachflächen.

Welche Modulgröße passt zu meinem Dach?

Auf einem Steildach müssen Modulmaße und -gewicht zum Belegungsplan und freigegebenen Montagesystem passen. Gleiche Breite bedeutet keine universelle Kompatibilität von Klemmen, Rahmen oder Lastfreigaben.

Wichtig sind zwei Fragen:

  1. Wie viele Module passen auf das Dach? Dazu braucht es einen maßstäblichen Reihenplan mit Dachabmessungen, Randabständen, Hindernissen und Wartungswegen. Eine Flächendivision ist nur eine erste Obergrenze.
  2. Welche Leistung soll erreicht werden? Ein 1762-mm-Modul mit 460 W liefert auf der gleichen Dachfläche etwa 10 % mehr Leistung als ein 1722-mm-Modul mit 420 W aus dem Jahr 2022.

Beispielrechnung: Auf 55 m² stehen rechnerisch 55 / 2,00 = 27,5 Modulflächen zur Verfügung. Ob davon 23–25 ganze Module passen, hängt von der Dachgeometrie ab. Falls 23–25 Module mit je 460 Wp belegbar sind, ergeben sich 10,58–11,50 kWp; siehe PV-Anlage mit 10 kWp.

Eine genauere Belegung lässt sich mit dem Flachdach-Rechner und mit den Plan-Tools des Installateurs ermitteln. Auch kleine Maßunterschiede zwischen Solarmodul-Herstellern können entscheiden, ob eine weitere Reihe passt.

Wie schwer sind moderne Solarmodule?

Mit der Modulgröße wächst auch das Gewicht. Für die Tragfähigkeit von Dachstuhl und Montagesystem ist das relevant, ebenso für die Praktikabilität beim Aufbau: Ein Solarteur trägt 30-kg-Module nicht gerne über mehrere Etagen.

Typische Gewichte:

  • EFH-Module (1722–1800 mm): 21–24 kg
  • Größere EFH-Module (1961 × 1134 mm): 24–27 kg
  • Gewerbe-Großmodule (2382 × 1134 mm): 28–32 kg
  • G12-Vollformat (2384 × 1303 mm): 32–36 kg

Genaueres dazu im Artikel zum Gewicht von Solarmodulen.

Von der Modulgröße zur eigenen Anlage: einfach Angebote vergleichen

Die Modulgröße beeinflusst die nutzbare Dachbelegung: Viele Hausdach-Module sind 1134 mm breit und liefern 430–500 W auf rund 2 m². Wie viele Module tatsächlich auf ein konkretes Dach passen und was die Anlage am Ende kostet, zeigt erst die individuelle Planung durch einen Fachbetrieb.

Über das Formular direkt unter diesem Artikel können Sie kostenlos und unverbindlich Angebote anfragen. Je nach Standort, Projekt und Partnerverfügbarkeit sind Kontakte zu bis zu fünf Fachbetrieben aus der Region möglich. Vergleichen Sie die angebotenen Module, den Leistungsumfang und den Gesamtpreis.