Eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet 11.300 € bis 21.500 € schlüsselfertig, je nach Anlagengröße zwischen 5 und 15 kWp. Mit Stromspeicher liegt die Spanne bei 13.500 € bis 27.300 € .
Unsere Referenzanlage für ein Einfamilienhaus hat 10 kWp und kostet aktuell 17.000 € ohne und 21.100 € mit 10-kWh-Speicher. Dieser Ratgeber zeigt die Preise nach Anlagengröße, was der Betrieb kostet und wie viel die Anlage pro Jahr einspart. Die Aufschlüsselung nach einzelnen Komponenten steht im Überblick zu den Photovoltaik-Kosten.
- Anlage ohne Speicher: 11.300 € bis 21.500 € für 5 bis 15 kWp
- Anlage mit Speicher: 13.500 € bis 27.300 € , der Speicher verteuert die Anlage um rund ein Viertel
- Preis pro Kilowatt-Peak: 2.259 € /kWp bei 5 kWp, 1.695 € /kWp bei 10 kWp, 1.433 € /kWp bei 15 kWp
- Passende Größe: 10 kWp als Rechenbeispiel, etwa 21 Module à 470 Wp ergeben 9,87 kWp; grob 50 m² Dachfläche
- Laufende Kosten: 245 € pro Jahr ohne Speicher, 395 € mit Speicher
- Jährliche Ersparnis: rund 1.200 Euro ohne und 1.680 Euro mit Speicher
- Achtung: die Angebotspreise sind 2026 wieder gestiegen, aktuell +10,9 % gegenüber dem Vorjahr
Was kostet eine PV-Anlage für ein Einfamilienhaus?
Eine schlüsselfertige Photovoltaik-Anlage für ein Einfamilienhaus kostet 11.300 € bei 5 kWp und 21.500 € bei 15 kWp. Enthalten sind Module, Wechselrichter, Montagesystem, Gerüst, Installation, Netzanmeldung und Inbetriebnahme.
Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Durchschnittspreise nach Anlagengröße, jeweils ohne Speicher und mit einer Vergleichskapazität von 1 kWh je kWp. Grundlage ist der Echtsolar Photovoltaik-Kostenindex, der laufend reale Angebote deutscher Fachbetriebe auswertet.
| Anlagengröße | Ohne Speicher | Mit Speicher¹ | Preis pro kWp | Dachfläche |
|---|---|---|---|---|
| 5 kWp | 11.300 € | 13.500 € | 2.259 € | ca. 25 m² |
| 6 kWp | 12.600 € | 15.200 € | 2.095 € | ca. 30 m² |
| 7 kWp | 13.800 € | 16.800 € | 1.965 € | ca. 35 m² |
| 8 kWp | 14.900 € | 18.300 € | 1.860 € | ca. 40 m² |
| 9 kWp | 15.900 € | 19.700 € | 1.771 € | ca. 45 m² |
| 10 kWp | 17.000 € | 21.100 € | 1.695 € | ca. 50 m² |
| 12 kWp | 18.900 € | 23.700 € | 1.572 € | ca. 60 m² |
| 15 kWp | 21.500 € | 27.300 € | 1.433 € | ca. 75 m² |
¹ Speicher hier nur zum Preisvergleich im Verhältnis 1 kWh je kWp, keine Auslegungsempfehlung. Die Dachfläche ist eine Näherung mit 0,2 kWp/m².
Auffällig ist die Kostendegression: Eine 5-kWp-Anlage kostet 2.259 € pro Kilowatt-Peak, eine 15-kWp-Anlage nur noch 1.433 € . Ein Teil des Planungs- und Installationsaufwands verteilt sich bei größeren Anlagen auf mehr Leistung. Gerüst und Zählerschrank sind aber nicht in jedem Projekt gleich teuer.
Die Preise setzen den anwendbaren Nullsteuersatz nach § 12 Absatz 3 UStG voraus. Die 30-kWp-Grenze vereinfacht den Nachweis der Standortvoraussetzungen; sie ist keine allgemeine Förder- oder Steuerobergrenze.
Was kostet die Anlage mit Stromspeicher?
Die Speichergröße folgt dem nutzbaren PV-Überschuss und dem zeitlichen Strombedarf. 1 kWh je kWp dient hier nur als einheitliche Vergleichsgröße. Für einen Haushalt mit 4.500 kWh Jahresverbrauch sollten auch kleinere Varianten wie 5 bis 7 kWh mitgerechnet werden; eine pauschal optimale Kapazität ergibt sich aus dem Jahresverbrauch allein nicht.
Speicher sind langfristig günstiger geworden: Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Preis bei -6,5 % . Einzelne Monatswerte können trotzdem steigen. Details stehen im Beitrag zu den Stromspeicher-Kosten.
Welche Anlagengröße passt zum Einfamilienhaus?
Eine 10-kWp-Anlage ist eine gut vergleichbare Referenz, nicht die richtige Größe für jedes Einfamilienhaus. Bei angenommenen 965 kWh je kWp erzeugt sie rechnerisch 9.650 kWh im Jahr. 21 Module à 470 Wp ergeben genau 9,87 kWp; der Dachbedarf liegt bei der Faustannahme 0,2 kWp/m² ungefähr bei 50 m².
Drei Größen entscheiden über die sinnvolle Auslegung:
- Verfügbare Dachfläche: rund 0,2 kWp pro m² Dachfläche, also 5 m² je Kilowatt-Peak
- Stromverbrauch: im folgenden Beispiel 4.500 kWh im Jahr; maßgeblich sind die eigenen Verbrauchsdaten
- Zukünftiger Mehrbedarf: Wärmepumpe und E-Auto separat nach Heizbedarf, Fahrleistung und Nutzungszeiten einplanen
Größere Anlagen haben im Index niedrigere spezifische Kosten. Vergleichen Sie deshalb mehrere Belegungsvarianten, aber auch deren Mehrinvestition, Verschattung und nutzbaren Ertrag. Das Dach vollständig zu belegen ist nicht in jedem Fall optimal. Weitere Hinweise stehen unter Größe der Solaranlage für Einfamilienhäuser.
Woraus setzen sich die Kosten zusammen?
Im folgenden Kostenmodell für 10 kWp plus 10 kWh Speicher haben Montage und der rechnerische Deckungsbeitrag einen großen Anteil. Die Module machen etwa 6 Prozent aus. Die Aufteilung enthält Modellansätze und ist keine Auswertung einzelner Rechnungspositionen aller Anbieter.
| Kostenfaktor | Kosten | Anteil |
|---|---|---|
| Solarmodule | 1.300 € | 6,2 % |
| Stromspeicher | 4.105 € | 19,5 % |
| Wechselrichter | 1.100 € | 5,2 % |
| Montagekosten | 4.000 € | 19,0 % |
| Montagesystem | 1.000 € | 4,7 % |
| Baugerüst | 1.090 € | 5,2 % |
| Solarkabel | 400 € | 1,9 % |
| AC-Installation | 800 € | 3,8 % |
| Deckungsbeitrag | 7.264 € | 34,5 % |
| Gesamt | 21.059 € | 100,0 % |
* Modellhafte Aufteilung für 10 kWp PV-Anlage mit 10 kWh Speicher. Material und Arbeitsleistungen sind getrennte Positionen; die Gesamtsumme enthält die Installation bei anwendbarem Nullsteuersatz.
Daraus folgt eine praktische Regel für die Angebotsprüfung: Ein Aufpreis von 20 Prozent auf die Module verteuert die Gesamtanlage um gut ein Prozent. An hochwertigen Modulen zu sparen bringt also wenig, die Auswahl des Fachbetriebs entscheidet dagegen über mehrere tausend Euro. Die vollständige Aufschlüsselung nach Komponenten steht im eingangs genannten Kosten-Überblick.
Wie haben sich die Preise für Einfamilienhäuser entwickelt?
Die Angebotspreise sind nach einem Rückgang im Frühjahr 2026 zuletzt wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat beträgt die Veränderung +10,9 % . Bereits 2025 gab es zwischenzeitliche Anstiege; seit 2023 sind die Preise also nicht durchgehend gefallen.
Auch der Modulmarkt hat sich gegenüber dem Tiefstand Ende 2025 verteuert. Welchen Anteil das an den Komplettpreisen hat, lässt sich aus dem Kostenindex allein nicht isolieren. Die Hintergründe stehen unter Preisentwicklung von Photovoltaik.
Für die Kaufentscheidung sollten Sie konkrete Angebote und den erwarteten Nutzen vergleichen. Ein fallender oder steigender Monatsindex ist keine verlässliche Preisprognose. Warten verschiebt sowohl die Investition als auch mögliche Stromkosteneinsparungen.
Was kostet der laufende Betrieb?
Die Betriebskosten einer Anlage auf dem Einfamilienhaus liegen bei 245 € pro Jahr ohne Speicher und 395 € pro Jahr mit Speicher (10 kWp). Enthalten sind Versicherung, Zählergebühren, Wartung und Rücklagen für den späteren Austausch von Wechselrichter und Speicher.
| Anlagengröße | Ohne Speicher | Mit Speicher |
|---|---|---|
| 5 kWp | ~145 € | ~235 € |
| 10 kWp | ~245 € | ~395 € |
| 15 kWp | ~275 € | ~495 € |
Der Unterschied enthält einen höheren Zähleransatz: Im PV-bezogenen Kostenmodell gelten bis einschließlich 7 kWp 25 Euro, bei mehr als 7 bis einschließlich 15 kWp bis zu 100 Euro einschließlich Steuerung. Das sind Obergrenzen bei entsprechender Ausstattung, keine sofortige Mehrbelastung jeder Anlage. Andere Einbaugründe sind möglich. Details erklären die Betriebskosten einer PV-Anlage.
Wie viel spart die Anlage pro Jahr?
Eine 10-kWp-Anlage auf einem Einfamilienhaus mit 4.500 kWh Jahresverbrauch bringt rund 1.200 Euro pro Jahr ohne Speicher und rund 1.680 Euro mit 10-kWh-Speicher. Der Betrag setzt sich aus eingesparten Stromkosten und der Einspeisevergütung für den überschüssigen Strom zusammen.
Beispielrechnung 10 kWp, 4.500 kWh Verbrauch, ohne Speicher
Ertrag 9.650 kWh, davon 1.619 kWh direkt verbraucht (Autarkiegrad 36 %), 8.031 kWh eingespeist.
- Eingesparter Netzstrom: 1.619 kWh × 37,0 ct = 599 €
- Einspeisevergütung: 8.031 kWh × 7,70 ct = 618 €
- Summe: 1.217 € pro Jahr, abzüglich 245 € Betriebskosten
Mit einem 10-kWh-Speicher steigt der Eigenverbrauch auf 3.323 kWh und der Autarkiegrad auf 74 %. Die Summe wächst auf rund 1.683 € pro Jahr, die Betriebskosten auf 395 €.
Gerechnet wird mit einem Haushaltsstrompreis von 37,0 ct/kWh als Referenzannahme und der Einspeisevergütung von 7,70 ct/kWh für Anlagen bis 10 kWp mit Inbetriebnahme vom 01.08. bis 31.12.2026.
In der langfristigen Referenzrechnung ergibt sich bei der Investition von 17.000 € eine Amortisationszeit von 16,9 Jahren ohne und 13,5 Jahren mit Speicher. Gerechnet wird über 25 Jahre mit 2 Prozent jährlichem Strompreisanstieg, 0,5 Prozent PV-Degradation, 20 Prozent Speicherverlusten und 1 Prozent jährlichem Kapazitätsverlust. Ersatzgeräte werden nach 15 Jahren mit 50 Prozent des heutigen Gerätepreises angesetzt, nicht zusätzlich als jährliche Rücklage. Die zeitlich normierte Rechnung verwendet 7,70 ct/kWh für 252 Monate und danach 4 ct/kWh; das ersetzt keine Prognose Ihres Inbetriebnahmefalls.
Die obige Jahresrechnung bei konstant 37 ct/kWh zeigt zunächst den Stromwert vor Betriebskosten, nicht den Gewinn und nicht den vollständigen Jahreszahlungsstrom der Langzeitrechnung. Ob sich der Speicher zusätzlich lohnt, muss separat gerechnet werden: In dieser Referenz liegt seine Amortisation bei 8,2 Jahren. Annahmen und Grenzen stehen unter Lohnt sich ein Stromspeicher?. Ein günstigeres Angebot kann die Wirtschaftlichkeit verbessern; wie stark, hängt von der konkreten Rechnung ab.
Den Richtwert für eine beliebige Anlagengröße liefert der Kostenrechner.
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