Eine PV-Anlage mit 5 kWp kostet schlüsselfertig 11.300 € , mit einem 5-kWh-Stromspeicher 13.500 € . Sie erzeugt rund 4.825 kWh Solarstrom im Jahr und belegt mit 11 Modulen etwa 25 m² Dachfläche.
Bei 5 kWp verteilen sich die festen Planungskosten auf relativ wenige Module. Neben dem Preis ist deshalb wichtig, wie viel Strom tagsüber und abends tatsächlich im Haushalt gebraucht wird.
- Preis mit Speicher: 13.500 € im Schnitt, günstige Angebote ab 11.400 €
- Preis ohne Speicher: 11.300 € , das sind 2.259 € pro kWp und damit höher als bei größeren Anlagen
- Wirtschaftlichkeit: im Modell mit 4.500 kWh Verbrauch und 5-kWh-Speicher 13,5 Jahre Amortisation, 5,4 % Rendite
- Jahresertrag: 4.825 kWh, das entspricht 13 kWh pro Tag im Mittel
- Autarkie: 54 % mit 5-kWh-Speicher, 30 % ohne Speicher
- Platzbedarf: 11 Module mit je 470 Wp auf rund 25 m² Dachfläche
- Laufende Kosten: 235 € pro Jahr inklusive Rücklagen
5 kWp Photovoltaik: aktuelle Preise
Auffällig ist der spezifische Preis: Mit 2.259 € pro Kilowatt-Peak liegt die 5-kWp-Anlage über den größeren Vergleichsanlagen. Gerüst, Anfahrt, Zählerschrank, Planung und Netzanmeldung fallen unabhängig von der Modulzahl an und verteilen sich hier auf nur 11 Module.
Der Vergleich mit den Nachbargrößen macht den Effekt sichtbar.
Der Schritt von 5 auf 6 kWp senkt den spezifischen Modellpreis um rund 8,1 Prozent und erhöht die Investition um etwa 1.220 Euro. Bei verfügbarer Dachfläche lohnt sich dafür ein Vergleichsangebot.
Woraus setzt sich der Preis zusammen?
Den größten Anteil haben Montage, Montagesystem und der Deckungsbeitrag des Fachbetriebs. Die Solarmodule selbst kosten weniger als ein Zehntel des Gesamtpreises.
| Kostenfaktor | Kosten | Anteil |
|---|---|---|
| Solarmodule | 650 € | 4,8 % |
| Stromspeicher | 2.240 € | 16,5 % |
| Wechselrichter | 550 € | 4,1 % |
| Montagekosten | 2.750 € | 20,3 % |
| Montagesystem | 500 € | 3,7 % |
| Baugerüst | 545 € | 4,0 % |
| Solarkabel | 200 € | 1,5 % |
| AC-Installation | 600 € | 4,4 % |
| Deckungsbeitrag | 5.502 € | 40,6 % |
| Gesamt | 13.537 € | 100,0 % |
* Modellhafte Aufteilung für 5 kWp PV-Anlage mit 5 kWh Speicher. Material und Arbeitsleistungen sind getrennte Positionen; die Gesamtsumme enthält die Installation bei anwendbarem Nullsteuersatz.
Die Aufteilung ist eine Modellrechnung, keine Auswertung tatsächlicher Gewinnmargen einzelner Fachbetriebe.
Der Stromspeicher schlägt mit rund 2.200 € zu Buche, also 448 € pro Kilowattstunde. Kleine Speicher sind pro kWh spürbar teurer als große, weil Wechselrichter, Batteriemanagement und Installation kaum mit der Kapazität skalieren.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
Die Angebotspreise sind 2026 wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Index +10,9 % , nach einem Tiefpunkt im April 2026.
Der Index zeigt die Preisänderung, belegt aber nicht deren Ursachen. Modulbeschaffung, Logistik und Nachfrage können sich unterschiedlich auswirken; aus der geplanten EEG-Novelle folgt keine sichere Kaufdeadline.
Was kostet der laufende Betrieb?
Der Betrieb kostet 235 € pro Jahr mit Speicher, ohne Speicher 145 €. Enthalten sind Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und die Rücklage für den späteren Ersatz von Wechselrichter und Speicher.
Für die PV-bezogene Messkostenannahme setzen wir 25 Euro im Jahr an. Nach §§ 29 und 30 MsbG liegen die Leistungsgrenzen bei mehr als 7, 15 und 25 kW. Die Beträge für intelligentes Messsystem und Steuerung sind Preisobergrenzen bei entsprechender Ausstattung, keine sofortige Pflichtpauschale. Hoher Netzbezug oder steuerbare Verbraucher können einen anderen Einbaufall auslösen.
Rechnet sich eine 5-kWp-Anlage?
Im Modellfall ja. Bei 4.500 kWh Jahresverbrauch amortisiert sich die Anlage mit 5-kWh-Speicher nach 13,5 Jahren bei 5,4 Prozent nominaler Rendite und rund 12.000 Euro Gewinn über 25 Jahre. Ohne Speicher sind es 17,0 Jahre und 3,4 Prozent.
Gerechnet mit 4.500 kWh Haushaltsverbrauch, 965 kWh/kWp, 37 ct/kWh Strompreis und 2 Prozent jährlichem Anstieg, 0,5 Prozent Moduldegradation, 25 Jahren und Eigenkapital. Speicher: 20 Prozent Umwandlungsverlust und 1 Prozent Kapazitätsverlust pro Jahr. Geräteersatz nach 15 Jahren zu 50 Prozent des angesetzten Kaufpreises; keine zusätzlichen Rücklagen im Cashflow. Die Betriebskosten oben enthalten dagegen Rücklagen. Normierter Januarstart mit manuell 252 Monaten EEG zu 7,70 ct/kWh, danach 4 ct/kWh als ungesicherte Annahme. Keine reale Januar-2026-Inbetriebnahme und keine Simulation negativer Börsenpreise, Abregelung oder individueller Wärmepumpen-/Ladeprofile.
| Fall | Investition | Amortisation | Rendite (IRR) | Gewinn 25 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| ohne Speicher | 11.300 € | 17,0 Jahre | 3,4 % | 5.671 € |
| mit 5-kWh-Speicher | 13.500 € | 13,5 Jahre | 5,4 % | 12.010 € |
Die Speichergröße ist eine Vergleichsannahme, keine pauschale Empfehlung. Rendite bezeichnet den internen Zinsfuß (IRR); Gewinn ist der nominale Überschuss nach Investition, laufenden Kosten und Ersatzkäufen. Ein günstigerer Stromtarif oder weniger Eigenverbrauch kann das Ergebnis verschlechtern. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung muss deshalb mit dem konkreten Angebot und Verbrauchsprofil wiederholt werden.
Die Eigenverbrauchsquote zählt hier direkten Verbrauch plus Speicherladung, also einschließlich Speicherverlusten. Die Autarkie bezieht sich dagegen auf den tatsächlich gedeckten Haushaltsverbrauch nach diesen Verlusten.
Die verwendeten Vergütungssätze sind von der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 01.08. bis 31.12.2026 veröffentlicht. Oberhalb von 10 kWp wird der Satz nach Leistungsanteilen gewichtet; Sonderregeln wie vergütungsfreie Zeiten sind in der Modellrechnung nicht abgebildet.
Was 5 kWp im Jahr liefern
Mit beispielhaft 770–1.060 kWh/kWp ergeben sich 3.850–5.300 kWh im Jahr. Das ist eine Rechenspanne, keine feste Unter- oder Obergrenze. Standort, Neigung und Verschattung können zu anderen Ergebnissen führen.
Die folgende Rechenreihe verwendet die dokumentierten Monatsmittel 2023–2025 mit insgesamt 4.630 kWh. Der Jahresrichtwert 4.825 kWh stammt aus dem längeren Zeitraum 2011–2025; die Datenbasen sind verschieden.
| Monat | Ertrag | Monat | Ertrag |
|---|---|---|---|
| Januar | 115 kWh | Juli | 600 kWh |
| Februar | 210 kWh | August | 580 kWh |
| März | 390 kWh | September | 455 kWh |
| April | 520 kWh | Oktober | 250 kWh |
| Mai | 635 kWh | November | 125 kWh |
| Juni | 665 kWh | Dezember | 85 kWh |
Die drei Wintermonate Dezember bis Februar ergeben in der Monatsreihe 410 kWh, rund 9 Prozent ihrer Jahressumme von 4.630 kWh. Die Monatsreihe nutzt 2023–2025, der Jahresrichtwert oben 2011–2025. Das Verhältnis Winter zu Sommer liegt bei etwa 1 zu 4,5.
Welche Faktoren am Standort wirken, zeigt der Überblick zum Photovoltaik-Ertrag. Für eine Prognose mit der eigenen Adresse eignet sich der Ertragsrechner.
Wie viel Leistung liefert die Anlage im Tagesverlauf?
Die Momentanleistung hängt von Einstrahlung, Temperatur, Ausrichtung und Wechselrichter ab. Die folgende historische Kurve zeigt einen einzelnen Tag, keine allgemeingültige Leistungsspanne.
Der passende Stromspeicher für 5 kWp
Für die 5-kWp-Anlage rechnen wir beispielhaft mit 5 kWh Speicher; die tatsächliche Auslegung richtet sich nach dem Lastprofil. Damit steigt die Eigenverbrauchsquote von 28 auf 56 Prozent und der Autarkiegrad von 30 auf 54 Prozent.
Bei kleinen Anlagen ist der Eigenverbrauch von Haus aus höher als bei großen: Eine 5-kWp-Anlage nutzt auch ohne Speicher gut ein Viertel ihres Stroms selbst, eine 10-kWp-Anlage im selben Haushalt nur ein Sechstel. Der Grund ist einfach: Weniger Erzeugung trifft auf denselben Grundverbrauch.
Lohnt sich der Speicher bei 5 kWp? Im oben gerechneten Haushalt erhöht er den nominalen Gewinn. Das Ergebnis ist keine allgemeine Kaufempfehlung; ein kleinerer Haushalt, anderer Tarif oder höherer Speicherpreis kann zu einer anderen Bewertung führen.
Wer die Werte für den eigenen Verbrauch prüfen will, nutzt den Eigenverbrauchsrechner.
Wie viele Solarmodule sind für 5 kWp nötig?
Für rund 5 kWp passen beispielsweise 11 Module mit je 470 Wp: Zusammen sind das 5,17 kWp. Die Berechnungen dieses Artikels verwenden die gerundete Vergleichsgröße 5 kWp. Sie belegen 22 m² Modulfläche, mit Randabständen und Belegungsverlusten sind rund 25 m² freie Dachfläche einzuplanen.
Ein Standardmodul misst 1762 × 1134 mm und kommt damit auf 2,0 m² Fläche. Als Faustregel gilt auf dem Schrägdach 0,2 kWp pro Quadratmeter Dachfläche, also 5 m² je Kilowatt-Peak.
Mit beispielhaft 450 Wp ergeben 12 Module 5,40 kWp; 13 Module à 400 Wp ergeben 5,20 kWp. An rechtlichen Leistungsgrenzen zählt die tatsächliche Summe der Modulnennleistungen. Mehr dazu unter kWp pro m².
Für ein Flachdach ergeben die groben Planungswerte unseres Flachdachrechners etwa 50–75 m² bei Süd-Aufständerung und 35–50 m² bei Ost-West. Das ersetzt keinen Belegungsplan mit Reihenabständen, Randzonen und Statik.
5 kWp im Ein- und Zweipersonenhaushalt
Ein hoher Autarkiegrad allein beweist keine hohe Rendite: Bei niedrigem Verbrauch ersetzt die Anlage weniger gekauften Strom. Für diesen 2.500-kWh-Fall ergibt das Modell 2,7 Prozent Rendite. Eine künftige Wärmepumpe oder ein E-Auto sollte mit seinem tatsächlichen Lastprofil und Tarif ergänzt werden.
Lassen Sie eine kleinere Speichervariante mitrechnen. Eine feste Obergrenze lässt sich weder aus der Personenzahl noch aus der PV-Leistung ableiten.
Ist 5 kWp die richtige Größe?
Größer bauen sollte, wer eine Wärmepumpe, ein E-Auto oder beides plant. Wie stark dadurch der Strombedarf steigt, hängt von Fahrleistung und Heizwärmebedarf ab. Kleine Anlagen haben zwar höhere spezifische Fixkosten, können bei begrenzter Fläche aber die passende Lösung sein.
Welche Größe zu welchem Haushalt passt, zeigt der Vergleich der Größen für Einfamilienhäuser.
Diese Positionen muss das Angebot enthalten
Ein vollständiges Angebot für 5 kWp deckt alle Komponenten und alle Leistungen bis zur Inbetriebnahme ab. Fehlt ein Punkt, sind zwei Angebote nicht mehr vergleichbar.
- 11 Solarmodule und das Montagesystem mit Dachhaken, Profilen und Klemmen
- Wechselrichter, bei Speicherbetrieb als Hybridgerät oder mit separatem Batteriewechselrichter
- Stromspeicher mit 5 kWh inklusive Batteriemanagement, falls gewünscht
- DC- und AC-Verkabelung, Überspannungsschutz, Anpassung des Zählerschranks
- Gerüst, Montage, Elektroanschluss
- Planung, Netzanmeldung, Eintrag im Marktstammdatenregister, Inbetriebnahme
Nachfragen lohnt sich bei drei Punkten: Wer übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber, wie lange läuft die Gewährleistung auf die Montage, und welche Garantiezeiten gelten für Module, Wechselrichter und Speicher.
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Wer mehrere Angebote nebeneinander legt, erkennt schnell, welcher Betrieb realistisch kalkuliert und in welchem Angebot Positionen fehlen. Bei einer kleinen Anlage macht genau das den Unterschied zwischen guter und mittelmäßiger Rendite aus.
