Die PV-Unterkonstruktion ist das gesamte Befestigungsmaterial, das die Solarmodule sicher auf dem Dach oder im Freiland hält, ; ihr Kostenanteil hängt vom Dach und Leistungsumfang ab. Dieser Artikel zeigt die wichtigsten Bestandteile, die gängigen Systeme für Ziegel-, Flach- und Trapezblechdach sowie die Einordnung älterer Preisrichtwerte und eine Anbieterauswahl. Wie die Anlage anschließend montiert wird, beschreibt der Überblick zur Photovoltaik-Montage.
- Definition: Dachhaken, Tellerkopfschrauben und Aluminiumschienen, Auslegung für langfristigen Betrieb
- Montagesysteme gibt es für Ziegel-, Flach-, Trapezblech- und Freiflächenmontage
- Flachdach-Standard heute: aerodynamische, ballastierte Systeme mit 10–15° Aufständerung ohne Dachdurchdringung
- Preise: Material und Montage getrennt vergleichen, keine feste Preisquote
- Selbstmontage: mechanische Mithilfe vorher abstimmen; Elektroarbeiten sind Facharbeit
- Häufige Fehler betreffen Schienenabstand, Dachhaken-Auflage und Abdichtung
Was ist eine Photovoltaik Unterkonstruktion?
Welche Arten von PV-Unterkonstruktionen gibt es?
Ziegeldach
Auf dem Markt gibt es unzählige Photovoltaik-Unterkonstruktionen für Ziegeldächer.
Das liegt daran, dass sich Photovoltaik-Anlagen vor allem für Einfamilienhäuser rentieren, und diese zu einem großen Teil mit Ziegeln belegt sind.
Beim Ziegeldach übertragen Haken die Last in die tragende Konstruktion. Schraubenanzahl, Einschraubtiefe und Hakenabstände ergeben sich aus der Systemstatik. Bearbeitete Ziegel oder systemgerechte Ersatzteile müssen die Regensicherheit erhalten; Haken dürfen unter Last nicht auf den Ziegel drücken.
Flachdach
Für das Flachdach gibt es mehrere Möglichkeiten der Montage. Standard sind heute aerodynamische, ballastierte Systeme mit einer Aufständerung von 10 bis 15 Grad ohne Dachdurchdringung. Die flach aufliegende Variante ist weniger gut geeignet, weil die Selbstreinigung durch Regen kaum stattfindet und die Fläche dadurch regelmäßig gereinigt werden muss. Alles Weitere dazu steht im Überblick zur Photovoltaik auf dem Flachdach.
Bei ballastierten Systemen sorgt zusätzliches Gewicht, etwa durch Betonplatten, für den nötigen Halt, ohne dass eine Dachdurchdringung notwendig ist. Daneben gibt es Unterkonstruktionen, die fest im Dach verankert werden. Details zur passenden Aufständerung auf dem Flachdach gibt es im verlinkten Artikel.
Freifläche
Bei Freiflächenanlagen gibt es in der Praxis nur eine Variante: die Aufständerung. Die Module werden mit einem Pfostensystem in der Erde verankert.
Nicht immer ist ein Betonfundament notwendig. Häufig werden die Pfosten einfach in die Erde gerammt.
Trapezblech
Auf Trapezblechdächern werden kurze Montageschienen oder Klemmprofile direkt auf die Hochsicken geschraubt, jeweils mit einer Dichtung gegen eindringende Feuchtigkeit. Dadurch geht die Montage sehr schnell und kommt mit vergleichsweise wenig Material aus.
Bei Stehfalzdächern sind freigegebene Falzklemmen möglich. Sandwichpaneele sind keine Falzdächer: Befestigung, Deckschalen, Kern und Lastabtrag müssen ausdrücklich zueinander passen. Blechstärke allein genügt nicht als Tragfähigkeitsnachweis.
Kann man die Unterkonstruktion selber bauen?
Mit handwerklichem Geschick und den nötigen Sicherheitsmaßnahmen, etwa einer Absturzsicherung auf dem Dach, kann die Montage der Unterkonstruktion gelingen und den Preis der Solaranlage senken. Viele Solarteure verkaufen allerdings nur schlüsselfertige Anlagen, sodass diese Option vorab abgeklärt werden sollte.
Häufige Fehler bei der Montage der Unterkonstruktion
Fehler Nummer 1: Falscher Abstand der Schienen
Solarmodule werden im Normalfall auf zwei Trägerschienen aus Aluminium montiert. Von den Photovoltaikmodul-Herstellern gibt es genaue Angaben, wie weit diese auseinander sein dürfen.
Generell gilt: Der Überhang darf nicht zu groß sein, weil der Rahmen dafür nicht ausgelegt ist. Die Folge: Es drohen Schäden und der Verlust der Garantie.
Fehler Nummer 2: Der Dachhaken liegt auf dem Ziegel auf
Ein häufiger Fehler betrifft die Dachhaken. Liegen diese auf dem unteren Ziegel auf, oder ist der Abstand sehr knapp, kann der Ziegel durch den zusätzlichen Druck zerbersten. Auch kleine Haarrisse sind gefährlich, weil Wasser ins Innere gelangen kann.
Fehler Nummer 3: Schlechte Ausrichtung der Schienen
Die Montageschienen bestimmen am Ende das Erscheinungsbild der gesamten Photovoltaik-Anlage. Sind diese schlecht ausgerichtet, wirkt die Modulfläche nicht einheitlich, sehr zum Ärger der Anlagenbesitzer.
Fehler Nummer 4: Schlechte Abdichtung
Vor allem bei Flachdächern mit Durchdringung muss die Abdichtung perfekt sein. Ist das nicht der Fall, sammelt sich im Dach früher oder später Feuchtigkeit an. Das fällt oft erst viel zu spät auf und verursacht vermeidbare Kosten.
Preise der PV-Unterkonstruktion
Anbieter für Montagesysteme
Es gibt viele Anbieter für Montagesysteme und Unterkonstruktionen. Welches System zum Einsatz kommt, entscheidet in der Praxis der Fachbetrieb; die Auswahl bewertet der Photovoltaik-Anbieter-Vergleich. Zu den etablierten Herstellern zählen:
- K2 Systems
- Schletter
- IBC Solar
- Novotegra
- Aerocompact
- Renusol
- Van der Valk
- S
PV-Unterkonstruktion planen: einfach Angebote vergleichen
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