Illustration eines Wohnhauses mit Solarmodulen auf Haus und Wintergarten

PV-Anlage mit 20 kWp: Kosten, Ertrag und Speicher 2026

Jens Burkhardt
LESEDAUER: 11 MINUTEN
Aktualisiert: 10. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Eine PV-Anlage mit 20 kWp kostet schlüsselfertig 25.400 € , mit einem 15-kWh-Stromspeicher 31.300 € . Sie erzeugt rund 19.300 kWh Solarstrom im Jahr und belegt mit 43 Modulen etwa 100 m² Dachfläche.

Ein Speicher muss nicht mit der PV-Leistung wachsen. Der Vergleich von 10, 15 und 20 kWh zeigt, dass höhere Autarkie und höchste Rendite unterschiedliche Auslegungsziele sind.

Das Wichtigste in Kürze
  • Preis mit Speicher: 31.300 € mit 15-kWh-Speicher, ohne Speicher 25.400 €
  • Preis pro kWp: 1.272 € , rund die Hälfte des Werts einer 4-kWp-Anlage
  • Wirtschaftlichkeit: im Modell mit 6.000 kWh Verbrauch und 15-kWh-Speicher 12,3 Jahre Amortisation, 6,2 % Rendite
  • Jahresertrag: 19.300 kWh, das entspricht 53 kWh pro Tag im Mittel
  • Speichergröße: 10, 15 und 20 kWh vergleichen, statt Kapazität automatisch an die PV-Leistung zu koppeln
  • Platzbedarf: 43 Module mit je 470 Wp auf rund 100 m² Dachfläche
  • Vergütung: gestaffelt, im Mittel 7,18 ct/kWh bei Teileinspeisung

Preise für 20-kWp-Anlagen im Überblick

Eine schlüsselfertige 20-kWp-Anlage mit 15-kWh-Speicher kostet 31.300 € im Durchschnitt. Die modellierten Schwellen für günstige und teure Angebote liegen bei 26.500 € und 36.900 € . Ohne Speicher sinkt der Preis auf 25.400 € .

Der spezifische Preis beträgt 1.272 € pro Kilowatt-Peak. Zum Vergleich: Eine 17-kWp-Anlage kostet 1.361 € pro kWp, eine 25-kWp-Anlage nur noch 1.160 € . Die Kostendegression läuft weiter, wird aber flacher: Von 4 auf 10 kWp sinkt der spezifische Modellpreis um rund 34,5 Prozent, von 10 auf 20 kWp um rund 27,4 Prozent.

Der Stromspeicher mit 15 kWh kostet rund 5.900 € , also 390 € pro Kilowattstunde Kapazität. Die Preise sind Modellwerte aus dem Echtsolar-Kostenindex mit Angebotsdaten bis September 2026, keine Preiszusage für ein einzelnes Dach.

Wie haben sich die Preise entwickelt?

Die Angebotspreise sind 2026 wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Index +10,9 % , nach einem Tiefpunkt im April 2026. Der Index zeigt die Preisänderung, belegt aber nicht deren Ursachen. Modulbeschaffung, Logistik und Nachfrage können sich unterschiedlich auswirken; aus der geplanten EEG-Novelle folgt keine sichere Kaufdeadline.

Was kostet der laufende Betrieb?

Der Betrieb kostet 595 € pro Jahr mit Speicher, ohne Speicher 370 €. Enthalten sind Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und die Rücklage für den späteren Ersatz von Wechselrichter und Speicher.

Für die PV-bezogene Messkostenannahme setzen wir 160 Euro im Jahr an. Nach §§ 29 und 30 MsbG liegen die Leistungsgrenzen bei mehr als 7, 15 und 25 kW. Die Beträge für intelligentes Messsystem und Steuerung sind Preisobergrenzen bei entsprechender Ausstattung, keine sofortige Pflichtpauschale. Hoher Netzbezug oder steuerbare Verbraucher können einen anderen Einbaufall auslösen.

Wie sich der Anlagenpreis auf die einzelnen Komponenten verteilt, zeigt die Kostenaufschlüsselung unserer 10-kWp-Referenzanlage.

Lohnt sich eine PV-Anlage mit 20 kWp?

Im Modellfall ja. Bei 6.000 kWh Jahresverbrauch amortisiert sich die Anlage mit 15-kWh-Speicher nach 12,3 Jahren bei 6,2 Prozent nominaler Rendite und rund 31.300 Euro Gewinn über 25 Jahre. Ohne Speicher sind es 14,1 Jahre und 4,6 Prozent.

Gerechnet mit 6.000 kWh Haushaltsverbrauch, 965 kWh/kWp, 37 ct/kWh Strompreis und 2 Prozent jährlichem Anstieg, 0,5 Prozent Moduldegradation, 25 Jahren und Eigenkapital. Speicher: 20 Prozent Umwandlungsverlust und 1 Prozent Kapazitätsverlust pro Jahr. Geräteersatz nach 15 Jahren zu 50 Prozent des angesetzten Kaufpreises; keine zusätzlichen Rücklagen im Cashflow. Die Betriebskosten oben enthalten dagegen Rücklagen. Normierter Januarstart mit manuell 252 Monaten EEG zu 7,18 ct/kWh, danach 4 ct/kWh als ungesicherte Annahme. Keine reale Januar-2026-Inbetriebnahme und keine Simulation negativer Börsenpreise, Abregelung oder individueller Wärmepumpen-/Ladeprofile.

FallInvestitionAmortisationRendite (IRR)Gewinn 25 Jahre
ohne Speicher 25.400 € 14,1 Jahre4,6 %17.365 €
mit 15-kWh-Speicher 31.300 € 12,3 Jahre6,2 %31.282 €

Die Speichergröße ist eine Vergleichsannahme, keine pauschale Empfehlung. Rendite bezeichnet den internen Zinsfuß (IRR); Gewinn ist der nominale Überschuss nach Investition, laufenden Kosten und Ersatzkäufen. Ein günstigerer Stromtarif oder weniger Eigenverbrauch kann das Ergebnis verschlechtern. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung muss deshalb mit dem konkreten Angebot und Verbrauchsprofil wiederholt werden.

Die Eigenverbrauchsquote zählt hier direkten Verbrauch plus Speicherladung, also einschließlich Speicherverlusten. Die Autarkie bezieht sich dagegen auf den tatsächlich gedeckten Haushaltsverbrauch nach diesen Verlusten.

Bei 4.500 statt 6.000 kWh Jahresverbrauch erreicht dieselbe Anlage mit Speicher im Modell 14,0 Jahre Amortisation und 4,6 Prozent Rendite. Ein höherer Jahresverbrauch allein belegt keinen entsprechenden Vorteil einer Wärmepumpe: Entscheidend ist, wann der Strom benötigt wird.

Die verwendeten Vergütungssätze sind von der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 01.08. bis 31.12.2026 veröffentlicht. Oberhalb von 10 kWp wird der Satz nach Leistungsanteilen gewichtet; Sonderregeln wie vergütungsfreie Zeiten sind in der Modellrechnung nicht abgebildet.

Wie viel Strom erzeugt eine 20-kWp-Anlage?

Eine 20-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland rund 19.300 kWh Solarstrom pro Jahr, im Mittel also 53 kWh am Tag. Grundlage ist die Rechenannahme von 965 kWh/kWp aus der in unseren Faktenstandards dokumentierten SFV-Auswertung 2011–2025. Das ist keine Ertragsgarantie für ein einzelnes Dach.

Mit beispielhaft 770–1.060 kWh/kWp ergeben sich 15.400–21.200 kWh im Jahr. Das ist eine Rechenspanne, keine feste Unter- oder Obergrenze. Standort, Neigung und Verschattung können zu anderen Ergebnissen führen.

Die folgende Rechenreihe verwendet die dokumentierten Monatsmittel 2023–2025 mit insgesamt 18.520 kWh. Der Jahresrichtwert 19.300 kWh stammt aus dem längeren Zeitraum 2011–2025; die Datenbasen sind verschieden.

MonatErtragMonatErtrag
Januar460 kWhJuli2.400 kWh
Februar840 kWhAugust2.320 kWh
März1.560 kWhSeptember1.820 kWh
April2.080 kWhOktober1.000 kWh
Mai2.540 kWhNovember500 kWh
Juni2.660 kWhDezember340 kWh

Die drei Wintermonate Dezember bis Februar ergeben in der Monatsreihe 1.640 kWh, rund 9 Prozent ihrer Jahressumme von 18.520 kWh. Die Monatsreihe nutzt 2023–2025, der Jahresrichtwert oben 2011–2025. Das Verhältnis Winter zu Sommer liegt bei etwa 1 zu 4,5.

Monatliche Rechenerträge für 20 kWp Jan: 460 kWh; Feb: 840 kWh; Mär: 1.560 kWh; Apr: 2.080 kWh; Mai: 2.540 kWh; Jun: 2.660 kWh; Jul: 2.400 kWh; Aug: 2.320 kWh; Sep: 1.820 kWh; Okt: 1.000 kWh; Nov: 500 kWh; Dez: 340 kWh. Summe: 18.520 kWh. Rechenreihe, keine Messung einer Einzelanlage. 0 675 1.350 2.025 2.700 kWh Jan: 460 kWh Jan Feb: 840 kWh Feb Mär: 1.560 kWh Mär Apr: 2.080 kWh Apr Mai: 2.540 kWh Mai Jun: 2.660 kWh Jun Jul: 2.400 kWh Jul Aug: 2.320 kWh Aug Sep: 1.820 kWh Sep Okt: 1.000 kWh Okt Nov: 500 kWh Nov Dez: 340 kWh Dez
Festgelegtes Rechenbeispiel 20 kWp: frühere Monatsbasis 2023–2025 mit 18.520 kWh Jahressumme, kein aktueller Datenbankabruf. Die Jahresannahme von 965 kWh/kWp ist davon getrennt.

Welche Faktoren am Standort wirken, zeigt der Überblick zum Photovoltaik-Ertrag. Für eine Prognose mit der eigenen Adresse eignet sich der Ertragsrechner.

Wie groß sollte der Speicher bei 20 kWp sein?

Bei 20 kWp lohnt ein Vergleich verschiedener Speichergrößen. Die PV-Leistung allein legt die Kapazität nicht fest. Alle folgenden Varianten gelten für 6.000 kWh Jahresverbrauch und die oben dokumentierten Annahmen.

SpeicherInvestitionAutarkieAmortisationRenditeGewinn 25 Jahre
ohne 25.400 € 38,0 %13,8 Jahre4,8 %17.895 €
10 kWh 29.500 € 73,1 %11,9 Jahre6,5 %30.997 €
15 kWh 31.300 € 78,9 %12,2 Jahre6,3 %31.395 €
20 kWh 33.000 € 81,8 %12,6 Jahre5,7 %30.104 €

Unter diesen Varianten liefert 10 kWh die höchste Rendite, 15 kWh den höchsten nominalen Gewinn. Von 15 auf 20 kWh steigt die Investition um rund 1.981 Euro, während der zusätzliche Autarkiegewinn kleiner ausfällt.

Ein Tagesspeicher verschiebt Energie innerhalb weniger Tage, nicht vom Sommer in den Winter. Eine allgemeine Obergrenze von 80 Prozent Autarkie gibt es trotzdem nicht. Den Zusammenhang erklärt die Speicherauslegung; individuelle Annahmen lassen sich im Eigenverbrauchsrechner prüfen.

20 kWp auf dem Dach: Fläche und Module

Für rund 20 kWp passen beispielsweise 43 Module mit je 470 Wp: Zusammen sind das 20,21 kWp. Die Berechnungen dieses Artikels verwenden die gerundete Vergleichsgröße 20 kWp. Sie belegen 86 m² Modulfläche, mit Randabständen und Belegungsverlusten sind rund 100 m² freie Dachfläche einzuplanen.

Das hier angenommene Modulformat von 1.762 × 1.134 mm entspricht rund 2,0 m²; konkrete Produkte können abweichen. Als Faustregel gilt auf dem Schrägdach 0,2 kWp pro Quadratmeter Dachfläche. Mit beispielhaft 450 Wp ergeben 45 Module 20,25 kWp; 50 Module à 400 Wp ergeben 20,00 kWp. An rechtlichen Leistungsgrenzen zählt die tatsächliche Summe der Modulnennleistungen. Mehr dazu unter kWp pro m².

Für ein Flachdach ergeben die groben Planungswerte unseres Flachdachrechners etwa 200–300 m² bei Süd-Aufständerung und 140–200 m² bei Ost-West. Das ersetzt keinen Belegungsplan mit Reihenabständen, Randzonen und Statik.

Für wen passt eine Anlage mit 20 kWp?

20 kWp passt zum Haushalt mit 8.000 kWh Jahresverbrauch und mehr, also Wärmepumpe plus E-Auto, und zu Grundstücken mit mehr als einem nutzbaren Dach.

Für neue Gebäudeanlagen können Einnahmen und Entnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kWp je Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft steuerfrei sein. Davon getrennt gilt der Nullsteuersatz für Lieferung und Installation nach § 12 Abs. 3 UStG. Die dortige 30-kWp-Vermutungsregel ist keine absolute Obergrenze des Nullsteuersatzes. Für den Netzanschluss sind zusätzlich die Voraussetzungen des § 8 EEG zu prüfen.

Ein Punkt gehört in die Planung: Ab einer bestimmten Leistung verlangt der Netzbetreiber unter Umständen einen dreiphasigen Anschluss mit größerem Querschnitt oder prüft die Netzverträglichkeit. Das klärt der Fachbetrieb im Rahmen der Netzanmeldung, sollte aber vor der Beauftragung angesprochen werden. Welche Größe zu welchem Verbrauch passt, zeigt der Vergleich der Größen für Einfamilienhäuser.

Das gehört in ein Angebot über 20 kWp

Bei dieser Größe unterscheiden sich Angebote nicht nur im Preis, sondern in der technischen Auslegung. Vier Positionen lohnen die genaue Prüfung:

  • Wechselrichter: ein großes Gerät oder zwei kleinere. Mehrere Dachausrichtungen sind auch mit einem Gerät und passenden MPP-Trackern möglich. Zwei Geräte können Ausfallfolgen begrenzen; Mehrkosten und Auslegung vergleichen
  • Strangaufteilung: Ausrichtungen, Verschattung, Stringspannungen und Eingangsströme auf die MPP-Tracker abstimmen; zulässige Stringkombinationen nach Gerätedatenblatt prüfen
  • Zählerschrank und Netzanschluss: Anpassungen sind bei dieser Leistung häufig nötig und gehören ins Angebot, nicht in eine spätere Nachforderung
  • Speicher: Kapazität, Entladeleistung und ob das Gerät notstromfähig sein soll

Dazu kommen die Selbstverständlichkeiten: Module, Montagesystem, Verkabelung, Überspannungsschutz, Abstimmung von Messsystem und Steuerung mit dem Messstellenbetreiber, Gerüst, Montage, Netzanmeldung, Eintrag im Marktstammdatenregister und Inbetriebnahme.

Was eine Anlage dieser Größe bei welchem Anbieter kostet, zeigt der Photovoltaik-Anbieter-Vergleich.

In wenigen Minuten zum Angebotsvergleich für 20 kWp

Eine 20-kWp-Anlage mit 15-kWh-Speicher kostet im Schnitt 31.300 € . Im beschriebenen Modellfall mit 6.000 kWh Jahresverbrauch ergeben sich 12,3 Jahre Amortisation. Ob das zu Ihrem Dach passt, hängt vom konkreten Angebot, dem Ertrag und dem Verbrauchsprofil ab.

Über das Formular direkt unter diesem Artikel erhalten Sie bis zu fünf Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region. Nötig sind nur wenige Eckdaten, das dauert rund eine Minute. Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich.

Lassen Sie sich bei dieser Größe unbedingt mehrere Speichergrößen durchrechnen. Vergleichen Sie den Mehrpreis mit dem zusätzlichen Eigenverbrauch, nicht nur die Kapazität.