Eine PV-Anlage mit 20 kWp kostet schlüsselfertig 25.400 € , mit einem 15-kWh-Stromspeicher 31.300 € . Sie erzeugt rund 19.300 kWh Solarstrom im Jahr und belegt mit 43 Modulen etwa 100 m² Dachfläche.
Ein Speicher muss nicht mit der PV-Leistung wachsen. Der Vergleich von 10, 15 und 20 kWh zeigt, dass höhere Autarkie und höchste Rendite unterschiedliche Auslegungsziele sind.
- Preis mit Speicher: 31.300 € mit 15-kWh-Speicher, ohne Speicher 25.400 €
- Preis pro kWp: 1.272 € , rund die Hälfte des Werts einer 4-kWp-Anlage
- Wirtschaftlichkeit: im Modell mit 6.000 kWh Verbrauch und 15-kWh-Speicher 12,3 Jahre Amortisation, 6,2 % Rendite
- Jahresertrag: 19.300 kWh, das entspricht 53 kWh pro Tag im Mittel
- Speichergröße: 10, 15 und 20 kWh vergleichen, statt Kapazität automatisch an die PV-Leistung zu koppeln
- Platzbedarf: 43 Module mit je 470 Wp auf rund 100 m² Dachfläche
- Vergütung: gestaffelt, im Mittel 7,18 ct/kWh bei Teileinspeisung
Preise für 20-kWp-Anlagen im Überblick
Der spezifische Preis beträgt 1.272 € pro Kilowatt-Peak. Zum Vergleich: Eine 17-kWp-Anlage kostet 1.361 € pro kWp, eine 25-kWp-Anlage nur noch 1.160 € . Die Kostendegression läuft weiter, wird aber flacher: Von 4 auf 10 kWp sinkt der spezifische Modellpreis um rund 34,5 Prozent, von 10 auf 20 kWp um rund 27,4 Prozent.
Der Stromspeicher mit 15 kWh kostet rund 5.900 € , also 390 € pro Kilowattstunde Kapazität. Die Preise sind Modellwerte aus dem Echtsolar-Kostenindex mit Angebotsdaten bis September 2026, keine Preiszusage für ein einzelnes Dach.
Wie haben sich die Preise entwickelt?
Die Angebotspreise sind 2026 wieder gestiegen. Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt der Index +10,9 % , nach einem Tiefpunkt im April 2026. Der Index zeigt die Preisänderung, belegt aber nicht deren Ursachen. Modulbeschaffung, Logistik und Nachfrage können sich unterschiedlich auswirken; aus der geplanten EEG-Novelle folgt keine sichere Kaufdeadline.
Was kostet der laufende Betrieb?
Der Betrieb kostet 595 € pro Jahr mit Speicher, ohne Speicher 370 €. Enthalten sind Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und die Rücklage für den späteren Ersatz von Wechselrichter und Speicher.
Für die PV-bezogene Messkostenannahme setzen wir 160 Euro im Jahr an. Nach §§ 29 und 30 MsbG liegen die Leistungsgrenzen bei mehr als 7, 15 und 25 kW. Die Beträge für intelligentes Messsystem und Steuerung sind Preisobergrenzen bei entsprechender Ausstattung, keine sofortige Pflichtpauschale. Hoher Netzbezug oder steuerbare Verbraucher können einen anderen Einbaufall auslösen.
Wie sich der Anlagenpreis auf die einzelnen Komponenten verteilt, zeigt die Kostenaufschlüsselung unserer 10-kWp-Referenzanlage.
Lohnt sich eine PV-Anlage mit 20 kWp?
Im Modellfall ja. Bei 6.000 kWh Jahresverbrauch amortisiert sich die Anlage mit 15-kWh-Speicher nach 12,3 Jahren bei 6,2 Prozent nominaler Rendite und rund 31.300 Euro Gewinn über 25 Jahre. Ohne Speicher sind es 14,1 Jahre und 4,6 Prozent.
Gerechnet mit 6.000 kWh Haushaltsverbrauch, 965 kWh/kWp, 37 ct/kWh Strompreis und 2 Prozent jährlichem Anstieg, 0,5 Prozent Moduldegradation, 25 Jahren und Eigenkapital. Speicher: 20 Prozent Umwandlungsverlust und 1 Prozent Kapazitätsverlust pro Jahr. Geräteersatz nach 15 Jahren zu 50 Prozent des angesetzten Kaufpreises; keine zusätzlichen Rücklagen im Cashflow. Die Betriebskosten oben enthalten dagegen Rücklagen. Normierter Januarstart mit manuell 252 Monaten EEG zu 7,18 ct/kWh, danach 4 ct/kWh als ungesicherte Annahme. Keine reale Januar-2026-Inbetriebnahme und keine Simulation negativer Börsenpreise, Abregelung oder individueller Wärmepumpen-/Ladeprofile.
| Fall | Investition | Amortisation | Rendite (IRR) | Gewinn 25 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| ohne Speicher | 25.400 € | 14,1 Jahre | 4,6 % | 17.365 € |
| mit 15-kWh-Speicher | 31.300 € | 12,3 Jahre | 6,2 % | 31.282 € |
Die Speichergröße ist eine Vergleichsannahme, keine pauschale Empfehlung. Rendite bezeichnet den internen Zinsfuß (IRR); Gewinn ist der nominale Überschuss nach Investition, laufenden Kosten und Ersatzkäufen. Ein günstigerer Stromtarif oder weniger Eigenverbrauch kann das Ergebnis verschlechtern. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung muss deshalb mit dem konkreten Angebot und Verbrauchsprofil wiederholt werden.
Die Eigenverbrauchsquote zählt hier direkten Verbrauch plus Speicherladung, also einschließlich Speicherverlusten. Die Autarkie bezieht sich dagegen auf den tatsächlich gedeckten Haushaltsverbrauch nach diesen Verlusten.
Bei 4.500 statt 6.000 kWh Jahresverbrauch erreicht dieselbe Anlage mit Speicher im Modell 14,0 Jahre Amortisation und 4,6 Prozent Rendite. Ein höherer Jahresverbrauch allein belegt keinen entsprechenden Vorteil einer Wärmepumpe: Entscheidend ist, wann der Strom benötigt wird.
Die verwendeten Vergütungssätze sind von der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 01.08. bis 31.12.2026 veröffentlicht. Oberhalb von 10 kWp wird der Satz nach Leistungsanteilen gewichtet; Sonderregeln wie vergütungsfreie Zeiten sind in der Modellrechnung nicht abgebildet.
Wie viel Strom erzeugt eine 20-kWp-Anlage?
Mit beispielhaft 770–1.060 kWh/kWp ergeben sich 15.400–21.200 kWh im Jahr. Das ist eine Rechenspanne, keine feste Unter- oder Obergrenze. Standort, Neigung und Verschattung können zu anderen Ergebnissen führen.
Die folgende Rechenreihe verwendet die dokumentierten Monatsmittel 2023–2025 mit insgesamt 18.520 kWh. Der Jahresrichtwert 19.300 kWh stammt aus dem längeren Zeitraum 2011–2025; die Datenbasen sind verschieden.
| Monat | Ertrag | Monat | Ertrag |
|---|---|---|---|
| Januar | 460 kWh | Juli | 2.400 kWh |
| Februar | 840 kWh | August | 2.320 kWh |
| März | 1.560 kWh | September | 1.820 kWh |
| April | 2.080 kWh | Oktober | 1.000 kWh |
| Mai | 2.540 kWh | November | 500 kWh |
| Juni | 2.660 kWh | Dezember | 340 kWh |
Die drei Wintermonate Dezember bis Februar ergeben in der Monatsreihe 1.640 kWh, rund 9 Prozent ihrer Jahressumme von 18.520 kWh. Die Monatsreihe nutzt 2023–2025, der Jahresrichtwert oben 2011–2025. Das Verhältnis Winter zu Sommer liegt bei etwa 1 zu 4,5.
Welche Faktoren am Standort wirken, zeigt der Überblick zum Photovoltaik-Ertrag. Für eine Prognose mit der eigenen Adresse eignet sich der Ertragsrechner.
Wie groß sollte der Speicher bei 20 kWp sein?
Bei 20 kWp lohnt ein Vergleich verschiedener Speichergrößen. Die PV-Leistung allein legt die Kapazität nicht fest. Alle folgenden Varianten gelten für 6.000 kWh Jahresverbrauch und die oben dokumentierten Annahmen.
| Speicher | Investition | Autarkie | Amortisation | Rendite | Gewinn 25 Jahre |
|---|---|---|---|---|---|
| ohne | 25.400 € | 38,0 % | 13,8 Jahre | 4,8 % | 17.895 € |
| 10 kWh | 29.500 € | 73,1 % | 11,9 Jahre | 6,5 % | 30.997 € |
| 15 kWh | 31.300 € | 78,9 % | 12,2 Jahre | 6,3 % | 31.395 € |
| 20 kWh | 33.000 € | 81,8 % | 12,6 Jahre | 5,7 % | 30.104 € |
Unter diesen Varianten liefert 10 kWh die höchste Rendite, 15 kWh den höchsten nominalen Gewinn. Von 15 auf 20 kWh steigt die Investition um rund 1.981 Euro, während der zusätzliche Autarkiegewinn kleiner ausfällt.
Ein Tagesspeicher verschiebt Energie innerhalb weniger Tage, nicht vom Sommer in den Winter. Eine allgemeine Obergrenze von 80 Prozent Autarkie gibt es trotzdem nicht. Den Zusammenhang erklärt die Speicherauslegung; individuelle Annahmen lassen sich im Eigenverbrauchsrechner prüfen.
20 kWp auf dem Dach: Fläche und Module
Das hier angenommene Modulformat von 1.762 × 1.134 mm entspricht rund 2,0 m²; konkrete Produkte können abweichen. Als Faustregel gilt auf dem Schrägdach 0,2 kWp pro Quadratmeter Dachfläche. Mit beispielhaft 450 Wp ergeben 45 Module 20,25 kWp; 50 Module à 400 Wp ergeben 20,00 kWp. An rechtlichen Leistungsgrenzen zählt die tatsächliche Summe der Modulnennleistungen. Mehr dazu unter kWp pro m².
Für ein Flachdach ergeben die groben Planungswerte unseres Flachdachrechners etwa 200–300 m² bei Süd-Aufständerung und 140–200 m² bei Ost-West. Das ersetzt keinen Belegungsplan mit Reihenabständen, Randzonen und Statik.
Für wen passt eine Anlage mit 20 kWp?
Für neue Gebäudeanlagen können Einnahmen und Entnahmen nach § 3 Nr. 72 EStG bis 30 kWp je Wohn- oder Gewerbeeinheit und insgesamt höchstens 100 kWp je Steuerpflichtigem oder Mitunternehmerschaft steuerfrei sein. Davon getrennt gilt der Nullsteuersatz für Lieferung und Installation nach § 12 Abs. 3 UStG. Die dortige 30-kWp-Vermutungsregel ist keine absolute Obergrenze des Nullsteuersatzes. Für den Netzanschluss sind zusätzlich die Voraussetzungen des § 8 EEG zu prüfen.
Ein Punkt gehört in die Planung: Ab einer bestimmten Leistung verlangt der Netzbetreiber unter Umständen einen dreiphasigen Anschluss mit größerem Querschnitt oder prüft die Netzverträglichkeit. Das klärt der Fachbetrieb im Rahmen der Netzanmeldung, sollte aber vor der Beauftragung angesprochen werden. Welche Größe zu welchem Verbrauch passt, zeigt der Vergleich der Größen für Einfamilienhäuser.
Das gehört in ein Angebot über 20 kWp
Bei dieser Größe unterscheiden sich Angebote nicht nur im Preis, sondern in der technischen Auslegung. Vier Positionen lohnen die genaue Prüfung:
- Wechselrichter: ein großes Gerät oder zwei kleinere. Mehrere Dachausrichtungen sind auch mit einem Gerät und passenden MPP-Trackern möglich. Zwei Geräte können Ausfallfolgen begrenzen; Mehrkosten und Auslegung vergleichen
- Strangaufteilung: Ausrichtungen, Verschattung, Stringspannungen und Eingangsströme auf die MPP-Tracker abstimmen; zulässige Stringkombinationen nach Gerätedatenblatt prüfen
- Zählerschrank und Netzanschluss: Anpassungen sind bei dieser Leistung häufig nötig und gehören ins Angebot, nicht in eine spätere Nachforderung
- Speicher: Kapazität, Entladeleistung und ob das Gerät notstromfähig sein soll
Dazu kommen die Selbstverständlichkeiten: Module, Montagesystem, Verkabelung, Überspannungsschutz, Abstimmung von Messsystem und Steuerung mit dem Messstellenbetreiber, Gerüst, Montage, Netzanmeldung, Eintrag im Marktstammdatenregister und Inbetriebnahme.
Was eine Anlage dieser Größe bei welchem Anbieter kostet, zeigt der Photovoltaik-Anbieter-Vergleich.
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Lassen Sie sich bei dieser Größe unbedingt mehrere Speichergrößen durchrechnen. Vergleichen Sie den Mehrpreis mit dem zusätzlichen Eigenverbrauch, nicht nur die Kapazität.
