SAX Power Stromspeicher: Kapazität, Test und Garantie

Jens Burkhardt
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Aktualisiert: 6. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Speicher im Überblick

Für SAX Power sind 2 Speicher-Serien mit insgesamt 2 Modellen in unserem Datensatz erfasst. Die Tabelle vergleicht deren technische Daten und enthält gegebenenfalls ältere Baureihen. Verfügbarkeit, freigegebene Wechselrichter und Garantiebedingungen müssen zum konkreten Angebot passen.

Vergleichstabelle Batteriespeicher — Kapazität, Leistung, Garantie
SpeicherKapazitätLeistungTechnikGarantieAbmessungenUmgebung
#
Hersteller
Bezeichnung
PDF
Nutzbar [kWh]
Modular
Laden [kW]
Entladen [kW]
η [%]
Chemie
Spannung
Topologie
Notstrom
Jahre
Zyklen
EOL [%]
Höhe [mm]
Breite [mm]
Tiefe [mm]
Gewicht [kg]
IP
1SAX Power
SAX Power Home PlusHome Plus
PDF7,00Ja3,54,6-LiFePO4-AC-gekoppeltJa1010.0008062062025072IP30
2SAX Power
SAX Power HomeHome
PDF5,20Ja2,54,6-LiFePO4-AC-gekoppeltJa1010.0008053053025053IP30
1–2 von 2 Speicher-Serien
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Datenblätter

SAX Power Stromspeicher bieten als Einzelgerät 5,2 oder 7,0 kWh nutzbare Kapazität. Home und Home Plus werden an das Wechselstromnetz angeschlossen und eignen sich dadurch auch zur Nachrüstung vorhandener Solaranlagen. Für die Auswahl zählen neben dem guten Effizienzergebnis des Home Plus die Anschlussplanung und die unterschiedlichen Produkt- und Leistungsgarantien.

Das Wichtigste in Kürze
  • Kapazität: 5,2 oder 7,0 kWh nutzbar, bis zu drei Geräte.
  • Der vorhandene PV-Wechselrichter kann bei der AC-Nachrüstung grundsätzlich bleiben.
  • Home Plus erreicht im Test 2026 93,2 % SPI in der 5-kW-Klasse.
  • Garantie: fünf Jahre Produktgarantie, zehn Jahre begrenzte Leistungsgarantie.
  • Ersatzstrom: Ein Gerät arbeitet einphasig; drei Geräte ermöglichen Drehstrom. Schwarzstart ist eine Zusatzoption.

Wie funktioniert die Wechselstrombatterie?

SAX Power integriert die Umwandlung in Wechselstrom in die Batterie. Elektronische Schalter steuern die Zellstränge so, dass am Ausgang eine netzgeeignete Wechselspannung entsteht. Ein separates Batteriewechselrichtergehäuse wird dadurch überflüssig; Leistungselektronik und Umwandlungsverluste gibt es weiterhin.

Das sogenannte Multi-Level-Prinzip bildet die Wechselspannung aus vielen Spannungsstufen. Der Speicher bleibt aus Sicht der Hausinstallation ein AC-gekoppeltes System, also ein Gerät am Wechselstromnetz. Die PV-Module benötigen weiterhin einen PV-Wechselrichter. Die Bezeichnung „ohne Wechselrichter“ sollte deshalb nur auf den entfallenden separaten Batteriewechselrichter bezogen werden.

Welche Kapazität haben Home und Home Plus?

Home stellt 5,2 kWh und Home Plus 7,0 kWh nutzbare Kapazität bereit. Die größeren Modellzahlen 5,8 und 7,7 beziehen sich auf die gerundete Nennkapazität. Für die Verbrauchsplanung ist die nutzbare Energie maßgeblich.

ModellNominalNutzbarMaximale Ladeleistung laut DatenblattEntladeleistung, Festanschluss DEGewicht
Home5,76 kWh5,2 kWh2,5 kW4,6 kW53 kg
Home Plus7,68 kWh7,0 kWh3,5 kW4,6 kW72 kg

Die Werte stammen aus dem gemeinsamen Datenblatt. Dort stehen bei der Ladeleistung 1,4 kW mit den genannten Maximalwerten. Softwarestand und Betriebsbedingungen sind deshalb mit dem Angebot abzugleichen. Das aktuelle Handbuch nennt beim Home abweichend 52 kg; für Montage und Transport zählt die konkrete Geräteausführung.

Bis zu drei Geräte lassen sich verbinden. Drei Home ergeben rechnerisch 15,6 kWh nutzbar, drei Home Plus 21,0 kWh nutzbar. Die häufig genannten 17,3 beziehungsweise 23 kWh sind gerundete Nennkapazitäten. Eine vorgehaltene Ersatzstromreserve verringert zusätzlich die Energie, die im normalen Eigenverbrauchsbetrieb verfügbar ist. Der Speichergrößen-Rechner hilft bei einer ersten Auslegung.

Was sagt das Testergebnis 2026 aus?

Der Home Plus erreicht bei HTW Berlin und aquu 93,2 % SPI und damit den höchsten Wert der 5-kW-Klasse im Vergleich 2026. Der System Performance Index bewertet die wirtschaftliche Wirkung der Systemverluste in einem Referenzjahr. Er ist kein Wirkungsgrad für einen einzelnen Lade- und Entladevorgang.

Die Stromspeicher-Inspektion bescheinigt SAX Power außerdem einen niedrigen Bereitschaftsverbrauch von 4 W. Diese Leistung fällt im entsprechenden Betriebszustand an, nicht zusätzlich unverändert während jeder Lade- und Entladephase. Eine Multiplikation mit sämtlichen Jahresstunden wäre daher nur ein theoretisches Dauer-Standby-Szenario.

Ein Umrichtungswirkungsgrad aus dem Datenblatt beschreibt wiederum einen anderen Messumfang als ein vollständiger Speicherzyklus. Die Aussage, bei dieser Bauweise sei jeder Messwert automatisch ein AC-AC-Rundlaufwirkungsgrad, ist falsch. In unserer Datenbank bleibt der reine Batteriewirkungsgrad mangels vergleichbar abgegrenztem Nachweis offen. Weitere Einordnung bietet der Stromspeicher-Test. SPI-Werte verschiedener Testklassen dürfen nicht direkt gegeneinander gestellt werden.

Was deckt die Garantie ab?

SAX Power gewährt fünf Jahre Produktgarantie ab Lieferung sowie zehn Jahre Leistungsgarantie ab Installation. Letztere sichert mindestens 80 % der angegebenen nutzbaren Kapazität und endet spätestens bei 10.000 Zyklen einschließlich Teilzyklen. Das ist keine Zusage über 10.000 vollständige Ladezyklen unabhängig von der Zeit.

Nach den Garantiebedingungen vom 01.04.2025 muss die Installation innerhalb von drei Monaten nach Lieferung erfolgen. Hinzu kommen Registrierung binnen zwei Monaten nach Erstinstallation und eine Internetverbindung mit höchstens drei Monaten Unterbrechung. Bereitgestellte Updates müssen innerhalb von acht Wochen aktiviert werden.

Störungen sind schriftlich binnen zwei Wochen über Verkäufer oder Installateur zu melden. Im Garantiefall übernimmt SAX die vorgesehenen Komponenten beziehungsweise die Wiederherstellung der zugesagten Kapazität. Arbeitszeit vor Ort sowie An- und Abfahrt bleiben laut Bedingungen beim Kunden. Gesetzliche Mängelrechte gegenüber dem Verkäufer sind von dieser freiwilligen Herstellergarantie zu unterscheiden.

Die Zehnjahresangabe in der technischen Übersicht meint somit die begrenzte Leistungsgarantie, nicht zehn Jahre vollständige Kostenübernahme. Die Bedingungen sollten Bestandteil der Angebotsunterlagen sein.

Wo darf der Speicher stehen?

Home und Home Plus sind für Innenräume mit +5 bis +35 °C im Betrieb vorgesehen. IP30 bedeutet keinen Schutz für einen frei bewitterten Außenstandort. Für eine unbeheizte Garage muss geprüft werden, ob der Temperaturbereich tatsächlich eingehalten wird.

Das Herstellerhandbuch unterscheidet davon Lagerung und Transport mit −10 bis +40 °C. Betriebs- und Lagergrenzen sind daher nicht gleichzusetzen. Zusätzlich gelten Ladezustands- und Lagerzeitvorgaben zum Schutz vor Tiefentladung. Die Wand- oder Standmontage muss zum Gewicht, Untergrund und vorgeschriebenen Freiraum passen.

Wie funktionieren Ersatzstrom und Schwarzstart?

Ein SAX-Gerät liefert eine Phase; drei passend verschaltete Geräte können laut Handbuch ein dreiphasiges Ersatzstromnetz mit 230/400 V bilden. Eine pauschale Beschränkung der gesamten Produktfamilie auf einphasigen Ersatzstrom wäre deshalb falsch.

Für ausgewählte Verbraucher gibt es den Notstromausgang. Eine Versorgung der Hausinstallation erfordert ein fachgerecht geplantes Umschalt- und Schutzkonzept. Hohe Anlaufströme und die zulässige Leistung begrenzen die versorgbaren Geräte auch dann, wenn rechnerisch genügend Batteriekapazität vorhanden ist. Eine komplette Wärmepumpenversorgung folgt nicht automatisch aus der Angabe „ersatzstromfähig“.

Schwarzstart, also der Wiederanlauf ohne öffentliches Netz, ist laut Handbuch eine gesonderte, manuell betätigte Option. Sie ist insbesondere für den erneuten Start eines abgeschalteten Systems relevant. PV-Nachladen ist im geeigneten Ersatzstromaufbau möglich; an einer einfachen Notstromsteckdose allein nicht. PV-Wechselrichter, Phasenanzahl und Systemfreigabe müssen zusammenpassen. Die Planung übernimmt eine Elektrofachkraft.

Eignet sich SAX Power zur Nachrüstung?

Die AC-Kopplung erlaubt grundsätzlich, einen vorhandenen PV-Wechselrichter weiterzuverwenden. Der Speicher wird zusätzlich an das Hausnetz angeschlossen und über eine passende Messung geregelt. Herstellerunabhängige Nachrüstung bedeutet jedoch keine pauschale Freigabe jeder Elektroinstallation.

Vorhandener Zählerschrank, Messkonzept, Anschlussleistung und Schutztechnik müssen geprüft werden. Für Ersatzstrom gelten darüber hinaus eigene Kompatibilitätsanforderungen. Der Aufwand für diese Arbeiten gehört in den Preisvergleich; ein reiner Gerätepreis bildet das Projekt nicht ab.

Auch bei einer Neuanlage sollte AC nicht pauschal ausgeschlossen werden. Entscheidend sind die Verluste und Funktionen des konkreten Gesamtsystems. DC-Kopplung kann Umwandlungsschritte einsparen, garantiert allein aber keine höhere Effizienz als jedes AC-System.

SAX-Power-Speicher als Gesamtsystem vergleichen

Home und Home Plus unterscheiden sich vor allem bei nutzbarer Kapazität und Ladeleistung. Ein Angebot sollte zusätzlich Montage, Messung, eventuelle Ersatzstromtechnik, Schwarzstartoption und die Garantiekosten klar ausweisen.

Über das Formular direkt unter diesem Artikel können Sie kostenlos und unverbindlich Angebote anfragen. Je nach Region, Projekt und verfügbaren Partnerbetrieben sind bis zu fünf Angebote möglich. Ob ein Betrieb SAX Power anbietet, wird im konkreten Kontakt geklärt.

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