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Wie viele Photovoltaik-Module brauche ich? Wie viele Module passen auf mein Dach?


Letztes Update: 14. Februar 2022

Lesedauer: 4 Minuten

Jens Burkhardt

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Jens Burkhardt

In diesem Artikel dreht sich alles um die Anzahl von Solarmodulen: Es wird beantwortet, wie viele Module für verschiedene Zwecke notwendig sind und wie viele PV-Module aufs Hausdach passen.

Wie viele PV-Module brauche ich?

Für ein Einfamilienhaus werden zwischen 13 und 34 PV-Modulen mit einer durchschnittlichen Leistung von 370 Watt-Peak gebraucht. Aus diesen Solarmodulen entsteht eine Photovoltaikanlage mit 5 bis 12 kWp. Eine vierköpfige Familie kann damit Ihren Strombedarf zu 20 bis 30 Prozent decken.

Der Überschuss kann entweder mit einem PV-Speicher zwischengespeichert werden, oder automatisch in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden (siehe Einspeisevergütung).

Prinzipiell kann sich auch eine geringe Anzahl an Photovoltaik-Modulen lohnen. Für Haushalte in einer Mietwohnung sind allerdings nur Mini-Solaranlagen mit 1 bis 3 Modulen umsetzbar.

Beim typischen Haus mit ein oder zwei Dachflächen sind deutlich mehr Solarmodule erstrebenswert. Die Faustegel besagt, die gesamte Dachfläche mit Modulen zu belegen. 

Wie viele PV Module für 1 kWp?

Für ein Kilowatt-Peak Solarleistung werden etwa 3 PV-Module benötigt. Ein durchschnittliches Solarmodul hat eine Nennleistung von 370 Wp. Rechnerisch werden also 2,7 Module benötigt. Bei großen Solarmodulen (höhere Anzahl an Solarzellen) reichen 2 bis 2,5 Module für 1 kWp aus.

Mehr zur Größe von Solarmodulen finden Sie hier.

Wie viele Solarmodule für 10 kWp?

Für eine Photovoltaikanlage mit 10 kWp werden ca. 27 Solarmodule mit einer Leistung von 0,370 kWp oder 370 Wp benötigt. Werden PV-Module mit 400 Watt eingesetzt, reichen für 10 Kilowattpeak 25 Photovoltaik-Module aus.

Entscheidend für die benötigte Anzahl von Solarmodulen ist also folgendes:

  • Anzahl der Solarzellen / Maße vom Modul
  • Wirkungsgrad vom PV-Modul

Mit einem höheren Wirkungsgrad steigt die Leistung vom Solarmodul an, es werden entsprechend weniger Module benötigt. Für eine aktuelle Übersicht von Modulen schauen Sie sich unseren Test von Solarmodulen an.

Wie viele PV-Module passen auf mein Dach?

Ein PV-Modul benötigt etwa 1,7 Quadratmeter. Auf ein typisches Hausdach mit 60 m² passen etwa 28 bis 35 Solarmodule. Das ergibt eine Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 10 bis 13,3 kWp.

Wie viel Module auf das Dach passen, ist auch abhängig vom Layout der Dachfläche. Ein Solarmodul ist im Mittel 1,7 m hoch und 1,0 m breit. Manchmal kann es vorkommen, dass eine zusätzliche Reihe an Photovoltaik-Modulen gerade nicht mehr auf das Dach passt (mit Sicherheitsabstand).

Auch Dachfenster, Satellitenschüsseln und Schornsteine vermindern die maximale Anzahl der Solarmodule, die auf das Dach passen.

Wie viele Solarpanels für Unabhängigkeit vom Stromanbieter?

Die vollständige Unabhängigkeit, auch Autarkie genannt, ist für private Haushalte (aktuell) kaum realisierbar. Bei einem Stromverbrauch von 4.000 kWh, einer 10 kWp Anlage (ca. 27 PV-Module) und einem Stromspeicher mit einer Speicherkapzität von 10 kWh liegt die typische Autarkiesquote bei ca. 81 Prozent.

Die beste Lösung, um die Unabhängigkeit noch weiter zu erhöhen, ist es, die Größe der PV-Anlage zu erhöhen. Das bedeutet, es werden noch mehr Solarmodule benötigt. Allerdings hat die Dachfläche nur eine bestimmte Quadratmeteranzahl und ist somit immer begrenzt.

Das größte Problem für hundertprozentige Autarkie sind die unterschiedlichen Saisons von Winter und Sommer. Im Winter erzeugen die Photovoltaik-Module bis zu 8-mal weniger Solarstrom, als im Sommer. Die Speicherung vom Sommer in den Winter ist aktuell noch nicht (wirtschaftlich) möglich.

Die einzige Möglichkeit wäre eine Insel-Photovoltaikanlage, welche aber für Einfamilienhäuser nicht praktisch umsetzbar sind.

Wie viele Solarmodule sind für Elektroauto nötig?

Für das Aufladen vom Elektroauto ist ein hoher Ladestrom erforderlich. Normale E-Autos können mit 3 bis 12 kW aufgeladen werden. Die PV-Anlage kann nur selten den erforderlichen Solarstrom zur Verfügung stellen, daher ist eine Wallbox ratsam.

Diese kann den bezogenen Storm vom E-Auto genau auf den verfügbaren Solarstrom begrenzen.

Sollten Sie sich ein Elektroauto anschaffen, gilt es die maximale Anzahl an PV-Modulen zu nutzen. Möglicherweise lässt sich auch noch zusätzlich die Garage mit Solarmodulen belegen.

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