Ein Schrägdach ist gut für Photovoltaik geeignet, weil die übliche Dachneigung nah am optimalen Bereich von 30–40 Grad liegt und Module flach aufliegend, ohne Aufständerung, montiert werden können. Dieser Ratgeber vergleicht die verbreiteten Schrägdach-Arten, erklärt Aufdach- und Indach-Montage und zeigt die aktuellen Kosten. Den Ablauf über alle Dachformen hinweg beschreibt der Überblick zur Photovoltaik-Montage.
- Optimale Neigung: 30–40 Grad, gut nutzbar sind aber auch 10 bis 60 Grad
- Bei Südausrichtung sind rund 1.000 kWh pro kWp im Jahr möglich, bei Ost-West-Ausrichtung rund 800 bis 850 kWh/kWp
- Drei Schrägdach-Arten: Satteldach, Walmdach und Pultdach
- Aufdach ist die Standardmontage; Indach bei Neubau oder Sanierung einschließlich eingesparter Eindeckung vergleichen
- Montage über Dachhaken, die mit den Dachsparren verschraubt werden
- Kostenorientierung: 10-kWp-Referenzmodell 17.000 € , mit 10 kWh Speicher 21.100 €
Lohnt sich eine PV-Anlage auf einem Schrägdach?
Eine PV-Anlage auf einem Schrägdach ist gut zur Solarstromerzeugung geeignet, da die herkömmliche Dachneigung bei Südausrichtung nah am optimalen Bereich von 30–40 Grad liegt. Auch Winkel von 10 bis 60 Grad führen im Jahresverlauf noch zu einem guten Stromertrag mit standort- und richtungsabhängigen Einbußen, besonders bei Norddächern.
Bei einer günstigen Südausrichtung liegt der Jahresertrag bei rund 1.000 kWh pro kWp (Richtwert für Deutschland: 900 bis 1.100 kWh/kWp). Bei Ost-West-Ausrichtung sind es etwa 800 bis 850 kWh/kWp.
Mit einer Leistung von 10 kWp, einer festen Beispielgröße, sind somit im Schnitt rund 10.000 kWh pro Jahr möglich.
Normalerweise wird eine Dachseite mit Solarpanels belegt. Bei bestimmten Ausrichtungen ist es jedoch von Vorteil, zwei oder mehr Dachflächen zu nutzen, weshalb sich die PV-Anlage mit Ost-West-Ausrichtung großer Beliebtheit erfreut.
Schrägdach-Arten für PV-Anlagen im Vergleich
Schrägdach-Klassiker: das Satteldach
Das Satteldach ist hervorragend für Photovoltaik geeignet. Nicht umsonst sieht man häufig mit Solarmodulen belegte Satteldächer, deren Tragfähigkeit dennoch zu prüfen ist. Regen kann Schmutz abspülen, gewährleistet aber keine dauerhaft sauberen Module.
Moderne Schrägdach-Konstruktion: das Walmdach
Das Walmdach hat eine besondere Form und kommt mit vier Dachseiten daher. Das ist der große Vorteil einer Solaranlage auf dem Walmdach, weil unabhängig von der Hausausrichtung immer eine oder mehrere passende Dachflächen für die PV-Anlage genutzt werden können. Der Nachteil liegt in der trapez- bzw. dreieckförmigen Form der Dachflächen, die das Design der Modulauslegung und damit auch die Montage etwas aufwendiger macht.
Einfaches, aber schickes Schrägdach: das Pultdach
Die PV-Anlage auf dem Pultdach ist sehr einfach zu montieren, weil das Pultdach im Vergleich zum Sattel- oder Walmdach mit nur einer rechtwinkligen Dachfläche auskommt. Die Neigung ist meistens eher flach (15 bis 30°), sodass der Ertrag etwas geringer ausfallen kann als beim Satteldach, insgesamt bleibt das Pultdach aber gut für Photovoltaik geeignet.
Schrägdach-Solaranlage: Aufdach- vs. Indach-Anlagen
Als Alternative gilt die Indach-Photovoltaik-Anlage, bei der die Module fest im Dach integriert werden und einen Teil der Dacheindeckung ersetzen. Der Vorteil liegt im ästhetischen Anblick der gleichmäßigen Dachfläche, Mehrkosten und Temperaturverluste hängen jedoch vom Dachaufbau ab. Die früheren 3–10 % Minderertrag sind eine historische Orientierung, kein pauschaler Abzug für jedes Indach-System.
So funktioniert die Montage von PV-Modulen auf dem Schrägdach
Das bietet viel Halt für die PV-Unterkonstruktion aus Aluminiumschienen, an denen die Solarmodule anschließend mit Modulklemmen fixiert werden. Bei der Montage der Photovoltaik-Anlage auf dem Schrägdach erfolgt die Modulauslegung parallel zum Dach, die Panels liegen also flach auf. Das ermöglicht die beste Flächenausnutzung; eine Aufständerung ist im Gegensatz zur Photovoltaik-Anlage auf dem Flachdach nur in Ausnahmefällen sinnvoll.
Wie viel kostet eine Photovoltaik-Anlage auf dem Schrägdach?
Die älteren 1.400–1.900 €/kWp ohne und 2.300–3.000 €/kWp mit Speicher sind keine aktuelle Auswertung. Ebenso fehlt dem alten Beispiel von 17.500 € für 7 kWp mit Speicher die Batteriekapazität als Vergleichsbasis.
Größere Anlagen sind häufig pro kWp günstiger. Ob jede weitere Fläche wirtschaftlich ist, hängt von zusätzlichen Kosten und Erträgen ab. Der Nullsteuersatz gilt unter den Voraussetzungen des § 12 Abs. 3 UStG, nicht pauschal für alle Dacharbeiten.
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