Ein Pultdach ist gut für Photovoltaik geeignet, weil eine große zusammenhängende Dachfläche eine einfache Modulverlegung ermöglicht und bei optimaler Neigung von 30–40 Grad hohe Erträge liefert. Dieser Ratgeber zeigt die ideale Neigung, die passende Befestigung je Dacheindeckung und die aktuellen Kosten im Vergleich zu anderen Schrägdach-Formen. Der komplette Ablauf steht im Überblick zur Photovoltaik-Montage.
- Südausrichtung bringt mit rund 1.000 kWh pro kWp den höchsten Ertrag
- Ost- oder West-Abweichungen liegen bei etwa 800 bis 900 kWh/kWp
- Typische Dachneigung: 11 bis 60 Grad, optimal sind 30–40 Grad
- Befestigung richtet sich nach der Dacheindeckung, bei Metalldächern oft ohne Dachdurchdringung
- Kostenorientierung: 10-kWp-Referenzmodell 17.000 € , mit 10 kWh Speicher 21.100 €
Ist das Pultdach für eine Photovoltaik-Anlage geeignet?
Abweichungen nach Osten oder Westen sind ebenfalls kein Problem. Hier fällt der PV-Ertrag allerdings etwas geringer aus und liegt bei 800 bis 900 kWh/kWp.
Bei einer Nordausrichtung lohnt sich die Installation einer PV-Anlage nicht immer, hier kommt es auf den Einzelfall an. Handelt es sich um ein sehr flaches Pultdach, kann auch die PV-Anlage auf dem Norddach noch ausreichende Erträge liefern.
Die Fläche eines einfachen Pultdachs ist rechteckig, sodass die Modulverlegung sehr einfach ist. Zudem haben Pultdächer tendenziell weniger Hindernisse auf dem Dach: Dachfenster sind eher untypisch, weil aufgrund der geringen Dachschräge im obersten Stockwerk dort ohnehin große Fenster mit viel Lichteinfall möglich sind.
Sonderformen wie das zweiseitige Pultdach oder das Sheddach sind ebenfalls für Solaranlagen geeignet.
Die ideale Neigung für die PV-Anlage auf dem Pultdach
Bei einer Abweichung der Dachausrichtung von 45 bis 90 Grad in Richtung Ost oder West ist eine eher flache Neigung von 10 bis 20° vorteilhaft. Ist das Dach zur Nordseite geneigt, sollte der Neigungswinkel so gering wie möglich ausfallen.
Pultdach-Photovoltaik: Befestigung und Aufständerung
Metalldächer brauchen ein zur Blechform und Tragfähigkeit passendes System. Trapezblech wird häufig verschraubt; durchdringungsfreie Klemmen sind insbesondere für geeignete Stehfalze möglich.
Beim Bitumen- und Ziegel-Pultdach wird in der Regel eine feste Verankerung in den Sparren des Dachstuhls benötigt, damit die PV-Anlage ordnungsgemäß befestigt wird.
Wie viel kostet eine PV-Anlage auf dem Pultdach?
Die Montage ist im Vergleich zur Photovoltaik-Anlage auf dem Walmdach einfacher, weil nur eine rechtwinklige Fläche ohne Giebel- oder Walmschnitte bearbeitet werden muss. Dadurch ist die Installation auf dem Pultdach tendenziell günstiger als bei komplexeren Dachformen, auch wenn sich das nicht pauschal beziffern lässt.
Die früheren 1.500–1.800 €/kWp und 23.500 € für 9 kWp mit nicht näher bemessenem Speicher sind ältere Orientierungen. Der pauschale Speicheransatz von 1.000 €/kWh ist überholt; maßgeblich sind die aktuelle Vergleichsgröße und der vollständige Leistungsumfang.
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