PV-Anlage 7 kWp (mit Speicher): Kosten, Ertrag, Kaufen (2024)


Letztes Update: 17. Juli 2024

Lesedauer: 8 Minuten

Jens Burkhardt Autor Echtsolar

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Letztes Update: 17. Juli 2024
Jens Burkhardt Autor Echtsolar

Eine 7-kWp-Photovoltaikanlage ist eine beliebte Wahl für Ein- und Zweifamilienhäuser. Bevor der Kauf in Erwägung gezogen wird, gibt es zahlreiche zu klärende Fragen:

Mit welchen Kosten muss gerechnet werden? Ist die Investition heute noch wirtschaftlich? Wie effizient ist eine Anlage dieser Größe? Und wie viel Platz ist für die Installation erforderlich?

Kurz & Knapp: PV-Anlage mit 7 kWp

In diesem Ratgeber erhalten Sie alle nötigen Informationen, um eine gut informierte Kaufentscheidung zu treffen.

Was kostet eine PV-Anlage 7 kWp mit Speicher?

Für eine 7 kWp Photovoltaik-Anlage inklusive Speicher und Montage werden im Durchschnitt 17.353 Euro netto veranschlagt. Dies entspricht einem spezifischen Preis von 2.479 Euro je kWp

Derzeitige Angebote für 7 kWp variieren zwischen 14.000 und 21.000 Euro. Ein Photovoltaik-Komplettpaket zu diesem Preis beinhaltet sämtliche essenziellen Teile der Solaranlage, einschließlich Solarmodule und Speicher. Auch Dienstleistungen wie Beratung, Konzeption und Inbetriebnahme sind im Preis enthalten.

Im Kaufpreis ist auch ein passender 7-kWh-Speicher zu Kosten von 4.124 Euro inkludiert. Durchschnittlich kosten Stromspeicher mit dieser Batteriekapazität 589 Euro pro Kilowattstunde.

Preisunterschiede bei Photovoltaikanlagen können je nach Anbieter bis zu 30 % betragen. Mehrere Angebote zu vergleichen, lohnt sich daher. Je größer die PV-Anlagen, desto geringer fallen die Kosten pro kWp aus. Eine 8-kWp-PV-Anlage kostet ca. 5 Prozent weniger pro kWp.

Diese Kostendaten basieren auf einer laufenden Untersuchung von Angeboten für komplette PV-Anlagen. Weiterführende Details zu den Kosten von Photovoltaikanlagen können Sie hier nachlesen.

Was kostet eine Photovoltaikanlage mit 7 kWp ohne Speicher?

Eine 7-kWp-Photovoltaikanlage ohne Speicher hat im Schnitt einen Nettopreis von 13.230 Euro. Das entspricht Anschaffungskosten von etwa 1.890 Euro pro kWp. 

Die aktuellen Angebotspreise variieren zwischen 10.500 und 16.000 Euro. In diesem Preis sind alle erforderlichen Komponenten (z.B. PV-Module) und auch Planung und Installation, enthalten.

Laufende Kosten einer 7-kWp-PV-Anlage

Für eine PV-Anlage mit 7 kWp Nennleistung (inklusive Speicher) belaufen sich die jährlichen Betriebskosten auf ungefähr 360 Euro. Dies umfasst Ausgaben für Versicherung, Wartung, Zählermiete und gegebenenfalls Reparaturen oder den Austausch beschädigter Teile.

Ohne den Speicher liegen die Betriebskosten pro Jahr bei etwa 205 Euro.

Wie entwickeln sich die Kosten für 7-kWp-PV-Anlagen?

Seit 2021 sind die Kosten für Photovoltaikanlagen gestiegen, wobei 2022 ein besonders starkes Wachstum erlebte. Auch im Jahr 2023 setzte sich dieser Aufwärtstrend bei den 7-kWp-Systemen fort. Die Kosten sind im Jahresvergleich (November 2022) um 4,0 Prozent gestiegen.

Seit Mitte 2023 fallen die Anschaffungskosten für PV-Anlagen wieder. Gegenüber dem Vormonat sank das Preisniveau um 5,2 Prozent.

Angesichts der aktuellen Preise stellt sich die Frage, ob aktuell ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis für die Anschaffung einer PV-Anlage mit 7 kWp gegeben ist.

Ist eine 7-kWp-PV-Anlage eine rentable Investition?

Finanziell betrachtet ist eine Photovoltaikanlage rentabel, wenn ihre Rendite den aktuellen risikofreien Zinssatz von 2,36 Prozent übersteigt.

Faktoren wie Stromertrag, Strompreise und Einspeisevergütung spielen bei der Rentabilität einer solchen Anlage eine Rolle. Der Hauptfaktor bleibt jedoch die Investitionskosten: Ein niedriger Kaufpreis resultiert meist in einer höheren Rentabilität.

Ein typischer Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 5.000 kWh, der eine 7-kWp-Solaranlage mit Speicher für 30 Jahre betreibt, kann eine Rendite von 5 bis 6 Prozent (unter Berücksichtigung von Wertverlust) erwarten. Die Amortisationszeit dieser Investition liegt bei ca. 12 Jahren, und die Gesamtrendite bei etwa 150 Prozent.

Schlussfolgerung: Die kontinuierlichen Preissenkungen seit Mitte 2023 machen die Investition in eine 7-kWp-PV-Anlage, mit oder ohne Speicher, finanziell sinnvoll.

Faktoren, die die Rentabilität verbessern

Ein entscheidender Pluspunkt für die Rentabilität der Solaranlage ist die aktuelle Einspeisevergütung von 8,1 Cent pro kWh, die bis August 2024 bestehen bleibt. Dieser Tarif gilt für das Jahr der Inbetriebnahme und die folgenden 20 Jahre.

Zusätzlich wurden Anfang 2023 Steuervorteile für kleinere Solaranlagen (bis 30 kWp) eingeführt. Beim Erwerb entfällt die Mehrwertsteuer, und die Gewinne aus der Anlage sind steuerbefreit. Auch der Eigenverbrauch ist umsatzsteuerfrei.

Es gibt zudem viele regionale Förderungen, vor allem für Batteriespeicher, die helfen, die Anschaffungskosten zu reduzieren. Diese werden oft von Bundesländern oder Kommunen bereitgestellt, sind aber meist zeitlich begrenzt. Detaillierte Informationen hierzu bieten Solarteure in individuellen Beratungsgesprächen.

Wie hoch ist der Ertrag einer 7 kWp PV-Anlage?

Per Faustregel kann man ganz leicht den Ertrag einer Photovoltaikanlage abschätzen. In Deutschland rechnet man mit etwa 975 kWh pro kWp installierter Nennleistung. Eine 7 kWp PV-Anlage bringt also ca. 6.825 Kilowattstunden Jahresertrag ein.

Der tatsächliche Ertrag ist von einer großen Anzahl an Standortfaktoren abhängig. Dazu zählen vor allem die Ausrichtung und der Neigungswinkel (vom Hausdach bzw. der installierten PV-Module) und die Globalstrahlung (abhängig vom Breitengrad und Jahr).

Um eine gute Einschätzung vornehmen zu können, empfehle ich unseren PV-Ertragsrechner zu nutzen.  

Jahresertrag 7 kWp PV-Anlage

Jahresertrag 7 kWp PV-Anlage

© Screenshot – sunnyportal.com

In der Grafik ist der typische Verlauf einer Solaranlage mit 7 kWp zu sehen. In den Sommermonaten wird deutlich mehr Strom erzeugt, als in den Wintermonaten. 

Dementsprechend steht im Winter viel weniger Solarstrom zur Verfügung. Das sollte bei einer Kalkulation vom Sparpotenzial berücksichtigt werden. 

Unabhängigkeit und Eigenverbrauch 

Ohne Speicher liegt der durchschnittliche Eigenverbrauch bei etwa 22 Prozent (7 kWp PV-Anlage und 5.000 kWh Jahresverbrauch). Die Unabhängigkeit vom Stromanbieter liegt bei etwa 31 Prozent.

Mithilfe eines geeigneten Stromspeichers mit einer Speicherkapazität von 7 kWh kann der Eigenverbrauch auf 49 % und die Autarkie auf 65 % erhöht werden. Für eine bessere Einschätzung können Sie auch diesen PV-Eigenverbrauchsrechner nutzen.

Solarstrom selbst zu verbrauchen lohnt sich im Vergleich zur Einspeisung (Verkauf vom Strom) deutlich mehr, daher ist ein Batteriespeicher zu empfehlen.

Wie groß ist die Fläche einer PV-Anlage mit 7 kWp?

Ein gewöhnliches Solarmodul basierend auf 54 kristallinen Solarzellen mit der Größe M10 (108 Halbzellen) hat die Abmaße von 1.722 x 1.134 (±10 mm je nach Hersteller). Das ergibt eine Fläche von 1,95 m² für ein modernes 420 Wp PV-Modul.

Für 7 Kilowatt-Peak bzw. 7.000 Watt-Peak benötigt es also 16 bis 18 Solarmodule. Es werden mindestens 30 bis 40 Quadratmeter Dachfläche für eine PV-Anlage mit 7 kWp benötigt. Zwischen den Modulen und den einzelnen Reihen wird immer ein kleiner Abstand (in der Regel 2 cm) benötigt. Mit Abständen werden 40 bis 45 m² benötigt.

Hindernisse (z.B. Dachfenster oder Schornstein) erhöhen den Flächenbedarf für die Photovoltaikanlage.

Übrigens benötigt die Photovoltaikanlage auf dem Flachdach deutlich mehr Platz, weil ein großer Zwischenraum der einzelnen Reihen benötigt wird, um die Eigenbeschattung zu vermeiden.

Komplettanlage 7 kWp Photovoltaik mit Montage kaufen

Möchten Sie ihre eigene Photovoltaikanlage und selber Stromproduzent werden? Der einfachste Weg ist der Kauf einer schlüsselfertigen PV-Anlage (inkl. Montage), welche genau auf ihr Haus zugeschnitten wird.

Mit dem nachfolgenden Formular fordern Sie (kostenlos & unverbindlich) Angebote für eine Solaranlage an. Je nach verfügbaren Kapazitäten und Ihrer Region melden sich bis zu 5 Anbieter für Photovoltaikanlagen bei Ihnen.


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