Nahaufnahme mehrerer Solarmodule vor blauem Himmel

PV-Anlage mit 13 kWp: Kosten, Ertrag und Vergütung 2026

Jens Burkhardt
LESEDAUER: 7 MINUTEN
Aktualisiert: 10. Oktober 2026
Jens Burkhardt

Eine PV-Anlage mit 13 kWp kostet schlüsselfertig 19.800 € , mit einem 13-kWh-Stromspeicher 24.900 € . Sie erzeugt rund 12.545 kWh Solarstrom im Jahr und belegt mit 28 Modulen etwa 65 m² Dachfläche.

Teil- und Volleinspeisung lassen sich auch bei 13 kWp vergleichen. Maßgeblich sind Eigenverbrauch, Strompreis und Kosten; eine feste wirtschaftliche Größenschwelle gibt es dafür nicht.

Was kostet eine PV-Anlage mit 13 kWp?

Eine schlüsselfertige 13-kWp-Anlage mit 13-kWh-Speicher kostet 24.900 € im Durchschnitt. Die modellierten Schwellen für günstige und teure Angebote liegen bei 21.100 € und 29.400 € . Ohne Speicher sinkt der Preis auf 19.800 € .

Der spezifische Preis beträgt 1.521 € pro Kilowatt-Peak. Eine 12-kWp-Anlage liegt bei 1.572 € , eine 14-kWp-Anlage bei 1.475 € . Der Stromspeicher kostet rund 5.200 € , also 397 € pro Kilowattstunde Kapazität.

Der laufende Betrieb schlägt mit 455 € im Jahr zu Buche, darin enthalten sind Versicherung, Messstellenbetrieb, Wartung und die Rücklage für den späteren Geräteersatz. Die Preise sind Modellwerte aus dem Echtsolar-Kostenindex mit Angebotsdaten bis September 2026, keine Preiszusage für ein einzelnes Dach.

Wie sich der Anlagenpreis auf die einzelnen Komponenten verteilt, zeigt die Kostenaufschlüsselung unserer 10-kWp-Referenzanlage.

Lohnt sich eine Anlage mit 13 kWp?

Im Modellfall ja. Bei 6.000 kWh Jahresverbrauch amortisiert sich die Anlage mit 13-kWh-Speicher nach 12,0 Jahren bei 6,6 Prozent nominaler Rendite und rund 27.400 Euro Gewinn über 25 Jahre. Ohne Speicher sind es 14,1 Jahre und 4,8 Prozent.

Gerechnet mit 6.000 kWh Haushaltsverbrauch, 965 kWh/kWp, 37 ct/kWh Strompreis und 2 Prozent jährlichem Anstieg, 0,5 Prozent Moduldegradation, 25 Jahren und Eigenkapital. Speicher: 20 Prozent Umwandlungsverlust und 1 Prozent Kapazitätsverlust pro Jahr. Geräteersatz nach 15 Jahren zu 50 Prozent des angesetzten Kaufpreises; keine zusätzlichen Rücklagen im Cashflow. Die Betriebskosten oben enthalten dagegen Rücklagen. Normierter Januarstart mit manuell 252 Monaten EEG zu 7,46 ct/kWh, danach 4 ct/kWh als ungesicherte Annahme. Keine reale Januar-2026-Inbetriebnahme und keine Simulation negativer Börsenpreise, Abregelung oder individueller Wärmepumpen-/Ladeprofile.

FallInvestitionAmortisationRendite (IRR)Gewinn 25 Jahre
ohne Speicher 19.800 € 14,1 Jahre4,8 %14.580 €
mit 13-kWh-Speicher 24.900 € 12,0 Jahre6,6 %27.433 €

Die Speichergröße ist eine Vergleichsannahme, keine pauschale Empfehlung. Rendite bezeichnet den internen Zinsfuß (IRR); Gewinn ist der nominale Überschuss nach Investition, laufenden Kosten und Ersatzkäufen. Ein günstigerer Stromtarif oder weniger Eigenverbrauch kann das Ergebnis verschlechtern. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung muss deshalb mit dem konkreten Angebot und Verbrauchsprofil wiederholt werden.

Die Eigenverbrauchsquote zählt hier direkten Verbrauch plus Speicherladung, also einschließlich Speicherverlusten. Die Autarkie bezieht sich dagegen auf den tatsächlich gedeckten Haushaltsverbrauch nach diesen Verlusten.

Bei 4.500 statt 6.000 kWh Jahresverbrauch erreicht dieselbe Anlage mit Speicher im Modell 13,6 Jahre Amortisation und 5,0 Prozent Rendite. Ein höherer Jahresverbrauch allein belegt keinen entsprechenden Vorteil einer Wärmepumpe: Entscheidend ist, wann der Strom benötigt wird.

Die verwendeten Vergütungssätze sind von der Bundesnetzagentur für Inbetriebnahmen vom 01.08. bis 31.12.2026 veröffentlicht. Oberhalb von 10 kWp wird der Satz nach Leistungsanteilen gewichtet; Sonderregeln wie vergütungsfreie Zeiten sind in der Modellrechnung nicht abgebildet.

Wie viel Strom erzeugt eine 13-kWp-Anlage?

Eine 13-kWp-Anlage erzeugt in Deutschland rund 12.545 kWh Solarstrom pro Jahr, im Mittel also 34 kWh am Tag. Grundlage ist die Rechenannahme von 965 kWh/kWp aus der in unseren Faktenstandards dokumentierten SFV-Auswertung 2011–2025. Das ist keine Ertragsgarantie für ein einzelnes Dach. Mit beispielhaft 770–1.060 kWh/kWp ergeben sich 10.010–13.780 kWh im Jahr. Das ist eine Rechenspanne, keine feste Unter- oder Obergrenze. Standort, Neigung und Verschattung können zu anderen Ergebnissen führen.

Die drei Wintermonate Dezember bis Februar ergeben in der Monatsreihe 1.066 kWh, rund 9 Prozent ihrer Jahressumme von 12.038 kWh. Die Monatsreihe nutzt 2023–2025, der Jahresrichtwert oben 2011–2025. Das Verhältnis Winter zu Sommer liegt bei etwa 1 zu 4,5.

Mit einem 13-kWh-Speicher erreicht ein Haushalt mit 6.000 kWh Verbrauch eine Eigenverbrauchsquote von 40 Prozent und 73 Prozent Autarkie. Ohne Speicher bleibt es bei 17 Prozent Eigenverbrauch und 36 Prozent Autarkie. Details zum Photovoltaik-Ertrag, eine standortgenaue Prognose liefert der Ertragsrechner.

Wie viel Dachfläche braucht eine 13-kWp-Anlage?

Für rund 13 kWp passen beispielsweise 28 Module mit je 470 Wp: Zusammen sind das 13,16 kWp. Die Berechnungen dieses Artikels verwenden die gerundete Vergleichsgröße 13 kWp. Sie belegen 56 m² Modulfläche, mit Randabständen und Belegungsverlusten sind rund 65 m² freie Dachfläche einzuplanen.

Das hier angenommene Modulformat von 1.762 × 1.134 mm entspricht rund 2,0 m²; konkrete Produkte können abweichen. Als Faustregel gilt auf dem Schrägdach 0,2 kWp pro Quadratmeter Dachfläche. Mit beispielhaft 450 Wp ergeben 29 Module 13,05 kWp; 33 Module à 400 Wp ergeben 13,20 kWp. An rechtlichen Leistungsgrenzen zählt die tatsächliche Summe der Modulnennleistungen. Mehr dazu unter kWp pro m². Auf einem Einfamilienhaus reicht eine Dachseite dafür selten aus, üblich ist eine Belegung über beide Seiten.

Teileinspeisung oder Volleinspeisung: was rechnet sich?

Bei 13 kWp gilt für die Einspeisevergütung eine Staffelung: 7,70 ct/kWh für den Anlagenteil bis 10 kWp und 6,66 ct/kWh für die restlichen 3 kWp. Gewichtet ergibt das den Mischsatz für Teileinspeisung.

Teileinspeisung = (10 kWp × 7,70 ct + 3 kWp × 6,66 ct) / 13 kWp = 7,46 ct/kWh

Volleinspeisung = (10 kWp × 12,22 ct + 3 kWp × 10,24 ct) / 13 kWp = 11,76 ct/kWh

Bei Volleinspeisung geht der gesamte Strom ins Netz, es wird kein eigener Verbrauch gedeckt. Der höhere Satz muss also die entgangene Ersparnis beim Strombezug ausgleichen. Bei 37 ct/kWh liegt die reine Erlösschwelle ohne Speicher bei 14,6 Prozent direktem Eigenverbrauch: (11,76 − 7,46) / (37 − 7,46). Kostenunterschiede sind dabei nicht berücksichtigt.

Was das praktisch bedeutet. Eine 13-kWp-Anlage ohne Speicher erreicht bei 6.000 kWh Jahresverbrauch etwa 17 Prozent Eigenverbrauch, liegt also knapp über dem Umschlagpunkt. Bei einem Speicher müssen zusätzlich dessen Kosten und Verluste berücksichtigt werden; die einfache Schwellenrechnung ohne Speicher genügt dann nicht. Volleinspeisung kann auch in einem bewohnten Haus mit wenig zeitgleichem Verbrauch interessant sein.

Wichtig zum Verfahren: Die Volleinspeisung muss vor Inbetriebnahme in Textform beim Netzbetreiber angemeldet werden (§ 48 Abs. 2a EEG). Danach ist ein jährlicher Wechsel möglich, die Meldung muss jeweils vor dem 1. Dezember für das Folgejahr erfolgen. Die vollständige Übersicht der Sätze steht unter Einspeisevergütung.

Den Vergütungssatz für beide Varianten bei einem konkreten Inbetriebnahmedatum liefert der Einspeisevergütungs-Rechner.

Der nächste Schritt: Angebote für 13 kWp einholen

Eine 13-kWp-Anlage mit 13-kWh-Speicher kostet im Schnitt 24.900 € . Im beschriebenen Modellfall mit 6.000 kWh Jahresverbrauch ergeben sich 12,0 Jahre Amortisation. Ob das zu Ihrem Dach passt, hängt vom konkreten Angebot, dem Ertrag und dem Verbrauchsprofil ab.

Über das Formular direkt unter diesem Artikel erhalten Sie bis zu fünf Angebote von Fachbetrieben aus Ihrer Region. Nötig sind nur wenige Eckdaten, das dauert rund eine Minute. Der Vergleich ist kostenlos und unverbindlich.

Nennen Sie Ihren Jahresstromverbrauch möglichst genau. Er entscheidet bei dieser Anlagengröße stärker über die Rendite als die Wahl der Module oder des Wechselrichters.